28. Juli 2010
Beta-Carotin gilt als wichtig für die Gesundheit. So soll es Krebserkrankungen vorbeugen.
Von zahlreichen Wissenschaftlern wird dem Verzehr von Beta-Carotinhaltigen Früchte- und Gemüsesorten ein schützender Effekt gegen verschiedene Krebserkrankungen zugeschrieben. Es wird allerdings angenommen, dass viele Menschen zu wenig Beta-Carotin über die Nahrung aufnehmen. Überdies gibt es verschiedene Gruppen, bei denen ein stark abgesunkener Beta-Carotinspiegel im Blut festgestellt wurde. Dies betrifft vor allem Schwangere, stillende Frauen, Raucher und regelmäßige Konsumenten von Alkohol. Außerdem kann das Beta-Carotin-Gleichgewicht im Körper durch bestimmte Krankheiten wie z.B. Gelbsucht, Rheuma oder Leberzirrhose beeinflusst werden.
Etwa 10–50 Prozent des zugeführten Beta-Carotins resorbiert der Körper im Gastro-Intestinaltrakt. Mit steigender Zufuhr verringert sich der Anteil des resorbierten Beta-Carotins. In der Mukosa, der Darmschleimhaut, kommt es zur Umwandlung des Beta-Carotins in Vitamin A, was mithilfe des Enzyms Beta-Carotin-15,15 Dioxygenase geschieht. Reguliert wird dieser Mechanismus durch den Vitamin A-Status der jeweiligen Person. Verfügt der Organismus über ausreichend Vitamin A, wird nur noch wenig Beta-Carotin umgewandelt. Daher gilt Beta-Carotin als sehr sichere Vitamin-A-Quelle. Durch eine übermäßige Zufuhr kann es nicht zu gesundheitsschädlichen Auswirkungen kommen. Entsteht überschüssiges Beta-Carotin, speichert es der Körper in seinen Fettgeweben ab. Ein negativer Effekt bei einer zu hohen Beta-Carotin-Zufuhr kann das Auftreten einer gelblichen Hautfarbe sein. Dies hat jedoch keine gesundheitlichen Nachteile. Wird der zu reichliche Konsum an dem Carotinoid reduziert oder eingestellt, normalisiert sich die Hautfarbe wieder.
Bei bestimmten Erkrankungen, wie z.B. Diabetes mellitus, kann es erforderlich sein Beta-Karotin synthetisch in Form von Tabletten zu verabreichen. Diese Tabletten dürfen jedoch nicht übermäßig eingenommen werden, da sonst die Gefahr eines erhöhten Krebsrisikos besteht. Es wird daher empfohlen, Beta-Carotin-Präparate stets nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt einzunehmen.
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