24. August 2010
Allergene, die über die Luft in die Atemwege gelangen, werden als Inhalationsallergene bezeichnet. Dazu gehören Pollen, Gräser und Staub.
Allergene sind Substanzen, die im Körper Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Allergenen. So gibt es Kontaktallergene, Nahrungsmittelallergene, Insektenstich-Allergene und IgE-Allergene. Besonders verbreitet sind Allergene, die über die Atmung in den Körper gelangen. Diese werden als Inhalations- oder Aeroallergene bezeichnet. Dazu zählen vor allem Pollen, Staub und Gräser.
Inhalationsallergene werden über die Luft eingeatmet und gelangen auf diese Weise in die Atemwege. Besonders häufig verbreitet sind Pollen, die den so genannten Heuschnupfen verursachen, der sich mit Fließschnupfen, Niesanfällen und verstopfter Nase bemerkbar macht. Heuschnupfen bezeichnet man in der Medizin auch als saisonale Rhinitis oder Pollinosis. Die Aktivität der Pollenallergene ist jahreszeitlich begrenzt. So sind Baumpollen vor allem in den Monaten April bis Juni unterwegs, während Gräserpollen hauptsächlich von Mai bis August aktiv sind. Schimmelsporen befinden sich von Juni bis September in der Luft. Aber auch Pollen von Unkräutern können Inhalationsallergien auslösen. Vor allem windblütige Pflanzen stellen eine Gefahr für Allergiker dar. Diese geben große Mengen von ihren Pollen an die Umgebung ab, sodass sie zahlreich in der Luft zu finden sind. In Mittel- und Westeuropa werden Inhalationsallergien vor allem von Gräserpollen verursacht.
Zu den bedeutendsten allergieauslösenden Gräsern zählen Englisches Raygras, Knäuelgras, Roggen, Ruchgras, Wiesenlieschgras und Wiesenrispengras. Wie stark die Konzentration der Pollen in der Luft ausfällt, hängt sowohl vom Wetter als auch von der Tageszeit ab. So werden die Pollen von den Gräsern zu verschiedenen Tageszeiten abgegeben. Regen sorgt wiederum für eine niedrigere Pollendichte, was für Allergiker oftmals ein Segen ist.
Baumpollen, die sich besonders negativ auf Allergiker auswirken, sind Erlen, Linden, Pappeln und Weiden. Auch Birken, Eichen, Eschen, Haselnusssträucher, Platanen und Ulmen zählen zu den Hauptträgern von Allergenen. Dagegen gelten Pollen von Nadelbäumen als unbedenklich für Allergiker.
Bei Unkräutern ist vor allem das Kreuzkraut gefährlich für Allergiker. Außerdem führen Raps und Brennnesseln immer häufiger zu Allergien.
Inhalationsallergien werden jedoch nicht nur von Gräsern und Pollen ausgelöst. Auch Pilzsporen, Mehl und Holzstaub können Allergien mit Atemwegsbeschwerden hervorrufen. Ebenso kommen tierische Verursacher wie Tierhaare, Hausstaub sowie chemische Ursachen wie Dämpfe in Beschichtungs- oder Kunststoffen infrage.
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