24. Mai 2011
Von Andreas Hadel
"Darf ich oder darf ich nicht?" - Die Frage, die jeden Trainierenden unter den Nägeln brennt, ist so alt wie die berühmte Gretchenfrage und betrifft natürlich das belebende Feuerwasser. Gehen Alkohol und Fitnesstraining Hand in Hand oder ist es doch eher ein rumpelnder Polka? Kaum ein anderes Getränk steht so sehr in der Kritik wie Bier, Wein und Co. Auf der einen Seite ist das tägliche Gläschen Branntwein das Geheimrezept für Großvaters Langlebigkeit. Auf der anderen Seite wird Alkohol häufig als Säure bezeichnet, die den Trainingserfolg langsam zerfrisst. Die Wahrheit muss also irgendwo dazwischen liegen.

Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass moderater Alkoholkonsum mit mehreren positiven Auswirkungen auf unsere Gesundheit in Verbindung gebracht werden kann. So wurde beispielsweise nachgewiesen, dass Alkohol die Wahrscheinlichkeit an Gefäss- und Herzbeschwerden zu erkranken, verringern kann. Außerdem kann der Genus von Alkohol dabei helfen, langfristig das Körpergewicht stabil zu halten. Grund hierfür sind positive Effekte hinsichtlich der Insulinsensivität und Appetitregulierung.
Ein Gramm Alkohol bringt satte 7 Kalorien in das Glas. Alkohol hat jedoch einen extrem hohen Effekt auf die Wärmeregulierung des Körpers, weshalb er in der Endrechnung einen ungefähren Kalorienwert von nur 5,6 hat. In der Leber wird Alkohol zu der chemischen Substanz Azetat umgebaut. Unser Organismus räumt der Beseitigung von Azetat höchste Priorität ein, weshalb die Verstoffwechselung anderer Nährstoffe wie Fette und Kohlenhydrate zwar ausgesetzt wird. Doch das allein kann nicht zu einer verstärkten Einlagerung von Körperfett führen. Der kritische Faktor ist die Tatsache, dass mit Alkohol zumeist auch ungesunde Speisen und Snacks gegessen werden.
In der Tat führt der Genuss von Alkohol zu einer Reduktion des Testosteron-Spiegels. In wissenschaftlichen Versuchen konnte jedoch nachgewiesen werden, dass dieser Effekt nur für wenige Stunden anhält. Anders sieht es allerdings bei massivem Alkoholmissbrauch aus, wo der Testosteron-Spiegel keine Gelegenheit bekommt, wieder auf das Ausgangsniveau anzusteigen.
Bisher sind die wissenschaftlichen Beobachtungen in dieser Hinsicht nicht ganz eindeutig. Nimmt man alle bekannten Fakten zusammen, kann man durchaus davon ausgehen, dass Alkohol katabol wirkt und demnach für den Muskelaufbau nicht förderlich ist. Trinkt man jedoch nicht mehr als ein bis zwei Gläser pro Woche, dürfte der negative Effekt nicht merklich zu Buche schlagen.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
19.05.12 | |
![]() | ALKOHOL |
07.04.12 | |
![]() | ALKOHOL |
14.03.12 | |
![]() | ALKOHOL |
12.03.12 | |
![]() | ALKOHOL |
23.12.11 | |
![]() | ALKOHOL |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Alkohol Forum

