Traubenzucker (Glucose) - Wie gesund ist er und wofür wird er verwendet?

Ohne Traubenzucker bzw. Glucose könnte der menschliche Organismus nicht funktionieren. Während des Verdauungsprozesses bei der Verarbeitung von Stärke kann der Körper allerdings selbst Traubenzucker gewinnen. Wer sich ausgewogen ernährt und morgens gut frühstückt, muss in aller Regel keine Extraportion Traubenzucker zuführen, denn zu viel davon kann schädlich sein. Lesen Sie über Gesundheitswert und Verwendung von Traubenzucker.

Wissenswertes über Traubenzucker

Merkmale und Verwendung - Wie wirkt Traubenzucker und wozu ist er gut?

Traubenzucker wird auch als Stärkezucker, Glukose oder Dextrose bezeichnet. Seinen Namen hat der Einfachzucker erhalten, weil er einst aus Weintrauben gewonnen wurde.

Heute wird diese Zuckerart häufig auf industriellem Weg im Hydrolyseverfahren hergestellt. In Apotheken, Drogerien und Supermärkten kann jeder Traubenzuckerprodukte in Form von Täfelchen, Bonbons oder Dragees kaufen, die sich praktisch in der Hosentasche verstauen lassen und bei Bedarf als schneller Energiespender fungieren.

Traubenzucker geht nach dem Verzehr blitzschnell ins Blut, transportiert den Zucker sofort in die Zellen und erhöht den Blutzuckerspiegel. Dadurch wird die Insulinausschüttung angeregt. Für Diabetiker kann die rasche Zufuhr von Traubenzucker lebensnotwendig sein.

Auch bei hoher geistiger Anstrengung, etwa

  • vor Prüfungen,
  • bei sportlichen Herausforderungen,
  • längeren Autofahrten oder
  • in Stresssituationen

wird Traubenzucker empfohlen.

Bekommt das Gehirn zu wenig Traubenzucker, ist es nicht zu voller Leistung fähig, was zu Gedächtnisstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten führen kann. Doch der Blutzuckerspiegel sinkt nach dem Verzehr von Traubenzucker sehr schnell wieder ab, die Steigerung der Hirnleistung ist also allenfalls nur kurzfristig möglich. Außerdem kann zu viel Traubenzucker den Körper aus der Balance bringen.

Mit Traubenzuckerpulver kann man das morgendliche Müsli süßen oder auch Desserts zubereiten, wenn man dazu keinen Haushaltszucker verwenden möchte. Der Traubenzucker hat dabei weniger Süßkraft als weißer Zucker.

Herstellungsweise von Traubenzucker

Diese Zuckerform wird künstlich aus

hergestellt. In der Stärke beispielsweise sind Traubenzuckermoleküle enthalten, die durch Enzyme gespaltet werden können. Bei diesem Vorgang entsteht ein Sirup, der Glucosesirup, den man ebenfalls in vielen verschiedenen Produkten findet.

Nicht nur in Süßigkeiten, sondern auch in Backwaren ist Glucosesirup enthalten. Normalen Traubenzucker kann man in Form eines Pulvers oder als gepressten Traubenzucker kaufen.

Gesundheitswert - Warum kann Traubenzucker den Organismus belasten?

Reiner Traubenzucker wie in Täfelchen oder Pulver ist eine Zuckervariante, die den Organismus bei dauerhaft zugeführten größeren Mengen tatsächlich belasten kann und sogar gesundheitsschädlich ist.

Bluthochdruckpatienten müssen besonders vorsichtig sein, denn Traubenzucker lässt auch den Blutdruck ansteigen, was das Herz-Kreislaufsystem zusätzlich belastet. Durch das rasche Ansteigen und Absinken des Blutzuckerpegels kann ein Zuviel an Traubenzucker außerdem auf Dauer zu einer Schädigung der Bauspeicheldrüse führen, da es zu einer inadäquaten Ausschüttung von Insulin kommt.

Traubenzucker ist eine hoch konzentrierte Zuckerart, die mit natürlichem Zucker, wie er etwa in Obst vorkommt, nur wenig gemeinsam hat und dem menschlichen Organismus nicht den erhofften Nutzen bringt. Wie herkömmlicher Haushaltszucker oder Kristallzucker kann Traubenzucker aufgrund von Gärprozessen im Verdauungskanal die Nährstoffaufnahme behindern und die Arbeit des Immunsystems einschränken. Das passiert vor allem dann, wenn Traubenzucker zusammen mit stärkehaltigen Nahrungsmitteln wie Mehlspeisen oder Brot verzehrt wird. Statt der erwarteten Leistungssteigerung kann ein Zuviel an reinem Traubenzucker zu Unwohlsein und Abgeschlagenheit führen.

Vorkommen - Bekommt der Körper genug Traubenzucker über die Nahrung?

Generell braucht der Organismus Traubenzucker, da die Substanz eine wichtige Energiequelle ist. Der Körpertreibstoff ist nicht an andere Zuckermoleküle gekoppelt und gelangt innerhalb von Sekunden ins Blut.

Der Körper ist in der Lage, Traubenzucker aus der Nahrung aufzunehmen und auch selbst zu produzieren. Besonders viel Traubenzucker enthalten Kartoffeln, ebenso wie Getreide.

Insbesondere Vollkornprodukte sind ausgezeichnete Energielieferanten. Diese Energien bauen sich nicht so schnell wieder ab, sondern verbleiben längere Zeit im Körper. Daher ist es grundsätzlich sinnvoller und gesünder, auf einen ausgewogenen Ernährungsstil zu achten, statt ständig industriell hergestellten Traubenzucker zu essen.

Speichern von Traubenzucker

Wenn der Traubenzucker nicht gleich vom Körper benötigt wird, wird er gespeichert, größtenteils in der Leber und ebenso in geringer Menge in den Muskeln. Die Brennstoffreserve beträgt dabei maximal etwa 300 bis 400, bei Sportlern bis zu 600 Gramm. Sie ist schnell verfügbar, allerdings nur 12 bis 18 Stunden haltbar, wenn keine Nahrung zugeführt wird.

Die Steuerung des Zuckerstoffwechsels erfolgt hauptsächlich durch die Hormone Insulin und Glykagon. In Notsituationen, in denen der Organismus über längere Zeit keinen Traubenzucker zugeführt bekommt, ist auch die eigene Herstellung durch Umbau von Eiweiß möglich.

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