31. Juli 2010
Von Andreas Hadel
Fischöl ist reich an essentiellen Fettsäuren, insbesondere Omega-3-Fettsäuren. Diese müssen wir mit der Nahrung aufnehmen, weil unser Organismus sie nicht selbst in genügenden Maße herstellen kann. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Omega-3-Fettsäuren viele positive Effekte auf die kindliche Entwicklung haben kann und sogar bei Verhaltensauffälligkeiten mildernd wirken können. Was der regelmäßige Verzehr von Fischölen für gesundheitliche Vorteile auf Kinder hat, sagen Ihnen die folgenden Zeilen.
Im Vereinigten Königreich wurde in einem klinischen Versuch ein Fischöl-Präparat an Kindern mit stark ausgeprägtem ADHS-Syndrom gegeben. Wie sich zeigte, half das Präparat die typischen Symptome wie der Mangel an Konzentrationsfähigkeit zu verringern. Die Kinder konnten schneller Lernfortschritte erzielen und erzielten deutliche Verbesserungen beim Lesen, Buchstabieren und allgemeinen Verhalten.
In einer anderen Studie erhielten Kinder, die ADHS-Symptome zeigten, über drei Monate Fischöl mit der täglichen Ernährung zugeführt. Auch in diesem Fall zeigten die kleinen Patienten deutliche Verbesserungen in der Konzentrationsfähigkeit, konnten Angstgefühle verringern und neigten seltener zu störendem Verhalten. Omega-3-Fettsäuren spielen eine zentrale Rolle für die Gehirnfunktion des Menschen. Mediziner vermuten, dass in Fällen von Legasthenie, Autismus und ADHS das Gehirn größere Mengen von den Fettsäuren benötigt, als ein durchschnittliches Kind. Wenn diese benötigte Menge nicht zugeführt wird, können die Symptome sich stärker ausprägen. Erhöht man jedoch die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren mildern sich viele der gängigen Symptome merklich ab.
Eine australische Studie konnte nachweisen, dass ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren das Asthma-Risiko im Kindesalter deutlich erhöht. Kinder, die regelmäßig Fischöl über die Nahrung aufnehmen, haben ein viermal geringeres Risiko an Asthma zu erkranken, als Altersgenossen, die nur wenig Omega-3-Fettsäuren konsumieren. Eine andere Studie, die in Japan durchgeführt wurde, zeigte, dass die Gabe von Fischöl-Präparaten die Häufigkeit und Stärke von asthmatischen Anfällen drastisch reduzieren kann. Im Testzeitraum fiel bei den teilnehmenden Probanden die Asthma-Score im Durchschnitt von 21 auf 8 herab.
Es ist nicht immer leicht, Kinder zum Essen von genügend Omega-3-haltigen Speisen zu überreden. Wenn Ihr Sprössling zu der Sorte gehört, die außer Fischstäbchen keinen Fisch essen möchte, können Sie entweder auf Omega-3 in Tablettenform zurückgreifen oder aber alternative Omega-3-Lieferanten auftischen. Zu diesen gehören u.a. Leinöl, Walnüsse, Pecan-Nüsse, Haselnüsse, Eier und mit geringeren Anteilen auch Fleisch. Fisch bleibt mengenmäßig betrachtet jedoch die beste Omega-3-Quelle. Versuchen Sie Gerichte zu kochen, bei denen der Fisch nicht in seiner natürlichen Form für das kindliche Auge erkennbar ist. Fisch-Suppen oder Fisch-Lasagne wären denkbare Beispiele.
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01.02.12 | |
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