1. September 2006
Von Andreas Neubert
Es gehört zu den vitaminähnlichen Stoffen und hat allerlei drauf – L-Carnitin. Die Substanz ist daran beteiligt, in Verbindung mit ausreichender Bewegung den Körperfettanteil zu senken und damit das Körpergewicht insgesamt zu beeinflussen.
Der aus Aminosäuren bestehende Körperstoff kann aber noch mehr. Er hebt die Verbesserung der Durchblutung des Herzens, reduziert die Blutfettwerte und damit das Risiko einer koronaren Herzerkrankung. Vor allem im Fleisch und Fisch kommt Carnitin vor.
Carnitin ist eine Eiweißverbindung und wurde bereits in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts von russischen Wissenschaftlern entdeckt. Der Name leitet sich ab vom lateinischen carnis = Fleisch. In den frühen 70er Jahren wurde die lebensnotwendige Bedeutung der Substanz bekannt.
L-Carnitin gewinnt Energie aus Fettsäuren und soll so am Aufbau der Muskelmasse beteiligt sein – bei ausreichender Bewegung. Die Folge davon soll eine Unterstützung der Gewichtsabnahme sein.
Carnitin soll aber auch die Sauerstoffzufuhr in der Muskulatur erhöhen und die Durchblutung des Herzens.
Zu den weiteren positiven Eigenschaften von L-Carnitin zählen Ernährungswissenschaftler, dass es Nervensystem und Gehirn in ihren Tätigkeiten unterstützt, sich Alterungsprozessen entgegenstemmt oder die Funktion von Immunsystem, Leber und Niere fördert und die Fruchtbarkeit. Ein wirkliches Mulitalent – das L-Carnitin.
Neben L-Carnitin gibt es noch das D-Carnitin, das aber gesundheitsschädigend ist. Auch in Obst und Gemüse sowie Milchprodukten steckt L-Carnitin. Zuviel davon wird ausgeschieden. Eine Überdosis – ab einer Menge von drei Gramm – führt zu Übelkeit, Durchfall und Erbrechen.
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