20. Oktober 2011
Kieselerde ist ein Begriff für Mineralien und Sedimente, die einen hohen Siliciumgehalt aufweisen. Die echte Kieselerde, die zur inneren Anwendung eingenommen wird, wird aus fossilen Kieselalgen gewonnen.
Sie gilt als ein Mittel gegen brüchige Haare und brüchige Nägel und soll das Bindegewebe stärken. Silicium kommt in Knochen, Knorpel und im Bindegewebe natürlich vor, deshalb misst man ihm eine physiologische Bedeutung zu. Kieselerde besteht zu einem Großteil aus Kieselsäure und in ihr ist Silicium enthalten. Dieses ist ein wichtiger Baustein im menschlichen Organismus, aber auch in Tieren und Pflanzen. Silicium kommt in fast jeder menschlichen Zelle vor. Silicium ist ein rein mineralisches Spurenelement und kann nicht vom Körper selbst hergestellt werden. Es ist lebensnotwendig, Kieselerde ist eine wichtige Bausubstanz im menschlichen Körper. Bei einer ausgewogenen und gesunden Ernährung wird Silicium über die Nahrung aufgenommen. Bei einer Frau mittleren Alters beträgt die Aufnahme etwa 20 mg pro Tag. Dabei wird etwa die Hälfte wieder über den Urin ausgeschieden. Vor allen Dingen für Menschen, die sich vorwiegend mit Fertiggerichten und Fast-Food ernähren, wird es als Nahrungsergänzung angeboten. Eine positive Wirkung von Kieselerdepräparaten ist aber nicht ausreichend wissenschaftlich belegt.
Ein Mangel an Silicium kann durch falsche Ernährung entstehen, man vermutet auch Umweltfaktoren, welche die Lebensmittel belasten, sodass der Körper nicht mehr ausreichend mit Silicium versorgt wird. Mögliche Mangelerscheinungen sind Abgespanntheit, Ermüdungserscheinungen, brüchige Haare und Nägel, Bindegewebsschwäche, Abwehrschwäche, Gelenkprobleme und Hautprobleme. Silicium ist ein wichtiger Baustein für viele körperliche Funktionen.
Vor einigen Jahren gerieten Kieselerdepräparate in die Schlagzeilen, weil sie keine echte Kieselerde enthielten, sondern andere Siliciumverbindungen. Dadurch wurden die Verbraucher nicht nur getäuscht, sondern man konnte auch nicht die gesundheitlichen Auswirkungen abschätzen.
Klassische Homöopathen lehnen die Einnahme von Kieselerde generell ab. Sie kennen Kieselerde als homöopathisches Mittel Silicea. In homöopathischer Potenz hat es ein breites Wirkungsspektrum, grobstofflich eingenommen kann es zu einer Überdosierung kommen und damit wirkt die Kieselerde ungesund. Homöopathisch gesehen können so genannte Kieselerdesymptome auftreten und die Wirkung verkehrt sich ins Negative. Vor allen Dingen bei langanhaltender Einnahme, in hoher Dosierung können sich siliciumhaltige Nierensteine bilden. Es kann auch zu einer vermehrten Harnsteinbildung kommen und bei vorbelasteten Menschen kann eine Überempfindlichkeitsreaktion auftreten.
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