Das China-Restaurant-Syndrom bei Überdosierung von Glutamin

Frau drückt Hände auf ihren nackten Bauch - Bauchschmerzen

Der Geschmacksverstärker Glutamat kann bei übermäßigem Verzehr zu Kribbeln im Hals, Magen- und Kopfschmerzen sowie Übelkeit führen

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  • von Paradisi-Redaktion

Bei vielen Menschen wurden nach dem Besuch eines Chinarestaurants gehäuft bestimmte Symptome festgestellt.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Das so genannte China-Restaurant-Syndrom (Chinese Restaurant Syndrome) ist eine Erscheinung, die hauptsächlich nach dem Genuss von chinesischen Speisen aufgetreten ist. Es gilt als bekannte Nebenwirkung von Glutamat (Glutaminsäure, das bedeutet umgewandeltes Glutamin). Dieses Syndrom kann nach dem Genuss von Speisen auftreten, die L-Mononatriumglutamat enthalten; dabei handelt sich um einen Geschmacksverstärker, der eben besonders in der chinesischen Küche Verwendung findet.

Symptome

Der Mensch reagiert dann mit

auch

kann auftreten.

kombiniert mit

gehören ebenfalls zu den möglichen Symptomen.

Wirkung

Diesen Geschmacksverstärker Glutamat kennt man auch als Lebensmittelzusatzstoff E620–625 für Salze der Glutaminsäure. Glutamat hat einen starken Geschmack und intensiviert den Eigengeschmack anderer Zutaten, deshalb wird es gerne und oft von der Lebensmittelindustrie verwendet. Auf der Zutatenliste wird es als Mononatriumglutamat deklariert.

Glutamat regt den Appetit an und in einer Studie mit Ratten führte es zum Vielfraß. Dieser umstrittene Appetitanreger ist vermutlich also auch für Übergewicht mitverantwortlich. Daneben kann er noch viele Unverträglichkeiten auslösen.

Mittlerweile ist Glutamat in Verruf geraten und die Lebensmittelindustrie wirbt damit, auf Geschmacksverstärker zu verzichten. Allerdings wird dann Hefeextrakt eingesetzt und dieser ist eine Quelle für eine Vielzahl an Aminosäuren, auch Glutaminsäure. Da Hefe kein chemisches Produkt ist, hat es auch keine E-Nummer und muss nicht als Geschmacksverstärker deklariert werden.

Auch wenn Glutamat in Hefe natürlich vorkommt, ist es chemisch identisch mit dem industriellen Zusatzstoff. Aber Hefeextrakt hat noch ein paar Vitamine und es scheint natürlicher als synthetisches Glutamat aus dem Labor und zusätzlich besser verträglich zu sein. Aber es ist Glutamat in versteckter Form.

(Natürliches) Vorkommen

Von Natur aus steckt Glutamat in vielen Lebensmitteln. Jedes tierische Lebensmittel, welches Eiweiß enthält, enthält auch Glutaminsäure. Auch in Tomaten findet man beispielsweise Glutaminsäure.

In der richtigen oder natürlichen Dosierung scheint sie dem Verbraucher kaum zu schaden. Nur in geringem Maße kommt es zu Unverträglichkeiten. In fast allen industriell gefertigten Lebensmitteln findet man Glutamat: In

Grundinformationen und Hinweise zu Glutamin

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Belly ache © laurent hamels - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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