10. Oktober 2011
Creatin ist ein lebensnotwendiger organischer Stoff und wird oft von Sportlern und Athleten als Nahrungsergänzungsmittel zum Muskelaufbau und zur Leistungssteigerung eingenommen. Creatin kommt in manchen Lebensmitteln natürlich vor, aber die natürlichen Quellen sind begrenzt.
Das Wort Creatin kommt aus der griechischen Sprache für kreas und bedeutet Fleisch. In Fleisch kommt es auch am meisten vor, hauptsächlich in rohem Rindfleisch sowie in rotem Frischfleisch und frischem Fisch. In Wurstwaren allerdings, wird das Creatin durch Verarbeitungsprozesse und durch Lagerung zu Creatinin abgebaut und ist somit nicht mehr wirksam. In geringen Spuren kommt das Creatin auch in pflanzlichen Lebensmitteln und in Milch vor.
Ein erwachsener Mensch verbraucht durchschnittlich 2g Creatin am Tag. Etwa die Hälfte des Bedarfs wird über die körpereigene Synthese gedeckt. Der Rest muss über die Nahrung aufgenommen werden. So enthält ein Kilogramm Rindfleisch etwa 5g Creatin. Bei frischem Fisch hat der Hering einen hohen Creatingehalt mit 6–10g pro Kilogramm. In rohem Thunfisch sind etwa 4g pro Kilogramm enthalten und in Kabeljau 3g. Auch Schweinefleisch enthält bis zu 5g Creatin pro Kilogramm. Dabei ist Creatin aber hitzeempfindlich und ein Großteil geht durch den Garvorgang verloren. Da Creatin fast ausschließlich über Fleisch und Fisch aufgenommen wird, sollen Vegetarier und Veganer einen niedrigeren Creatingehalt im Blutplasma aufweisen. Wird Creatin als Nahrungsmittelergänzung zugeführt, kann es passieren, dass die körpereigene Produktion reduziert wird. Eine Supplementierung ist nicht unumstritten, außerdem weisen die angebotenen Präparate erhebliche Qualitätsunterschiede auf.
Die deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. geht davon aus, dass auch Sportler keine spezielle Ernährung und schon gar keine Nahrungsergänzung brauchen. Es gibt sogar Stimmen, die dafür plädieren Creatin als Nahrungsergänzungsmittel in die Liste der Dopingmittel aufzunehmen. Denn die Nebenwirkungen können nicht unbeträchtlich sein. So kann es zu einer erhöhten Muskelspannung, Gewichtszunahme oder einer erhöhten muskulären Verletzungshäufigkeit kommen. Lediglich Sportler mit geringer Creatinkonzentration im Muskel und einer intensiven Belastung, können von einer Supplementierung profitieren. Die Ausdauer hingegen im Leistungssport soll nicht verbessert werden. Eine Creatinergänzung scheint also nur unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll. Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung wird der Bedarf gedeckt.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
14.05.12 | |
![]() | CREATIN |
06.05.12 | |
![]() | CREATIN |
06.04.12 | |
![]() | CREATIN |
14.09.11 | |
![]() | CREATIN |
09.09.11 | |
![]() | CREATIN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Creatin Forum

