4. August 2008
Von K. Schumann
Algenprodukte wie Spirulina- oder Chlorellaalgen weisen einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt auf und eignen sich somit hervorragend als Nahrungsergänzungsmittel zur Gesundheitsprävention.

Spirulina enthält viele Mineralstoffe
Am bekanntesten ist wohl die Süßwasseralge Spirulina. Sie wurde bereits vor über 1000 Jahren von den Azteken als Nahrungsmittel geschätzt. Spirulina platensis (so der offizielle Name) ist eine blau-grüne Mikroalgenart. Wissenschaftlich gesehen zählt sie zu den Blaualgen bzw. zu den Cyanobakterien. Das heißt Spirulina ist eigentlich gar keine Alge, sondern eine spezielle Bakterienart. Ursprünglich gedeihte Spirulina platensis in stark alkalischen Gewässern, heute wird sie in großen Aquakulturen angebaut.
Da viele Spirulinaaquakulturen mit Pestiziden und synthetischen Düngern behandelt werden, ist es wichtig beim Kauf auf ein Produkt aus ökologischem Anbau zu achten. In den warmen Monaten wird Spirulina täglich geerntet. Dann wird sie meistens durch Sprühtrocknung getrocknet und in Tablettenform gepresst.
Spirulina enthalten unter anderem Provitamin A, verwertbares Vitamin B12, Vitamin K und Eisen. Zudem enthalten sie Eiweiß in einem ausgewogenen Verhältnis von essentiellen und nicht essentiellen Aminosäuren. Im Vergleich zu Meeresalgen enthalten Spirulina nur einen geringen Anteil Jod, so dass eine Überversorgung mit Jod nicht zu befürchten ist und eine Einnahme auch bei einer Schilddrüsenüberfunktion möglich ist.
Chlorella ist ebenfalls eine Süßwasseralge und zudem die Pflanze mit dem höchsten bekannten Chlorophyllgehalt. Ebenso wie Spirulina ist Chlorella ein Lieferant von hochwertigem Eiweiß und anderen wichtigen Inhaltsstoffen wie Zink, Selen, Magnesium, Vitamin K, Eisen und Kupfer.
Beide Algenarten können dem Körper bei der Entgiftung helfen, da sie Schadstoffe binden. In der Naturheilkunde wird Chlorella deshalb unter anderem zur Ausleitung von Schwermetallen wie beispielsweise Amalgam eingesetzt. Eine solche Amalgamausleitung sollte jedoch nur bei einem erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker durchgeführt werden.
Zudem aktiviert der hohe Chlorophyllgehalt die Hämoglobinbildung und sorgt so für eine verbesserte Sauerstoffversorgung. Algenprodukte sind stark basisch und wirken sich so unter anderem auch positiv auf das Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers aus.
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