Zeckenbisse - Ursachen, Symptome, Vorbeugemöglichkeiten und das richtige Entfernen einer Zecke

Die Entstehung eines Zeckenbisses und wie man ihn erkennen und behandeln kann

Als Zeckenbisse oder Zeckenstiche bezeichnet man Verletzungen, die von Zecken verursacht werden. Diese Verletzungen können zu Infektionskrankheiten wie Borreliose oder FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) führen.

Nahaufnahme Zecke in Haut

Definition

Zeckenbisse, die auch als Zeckenstiche bezeichnet werden, erfolgen durch das Anstechen der Haut mit den Kieferklauen der Zecke. Danach wird das Hypostom, der als Stachel der Zecke dient, in der Wunde des Opfers festgesetzt.

Die Zecke setzt dabei einen Gerinnungshemmer und ein Betäubungsmittel ein, wodurch der Betroffene nichts von dem Zeckenbiss oder -stich bemerkt. Wenn die Zecke dann das Blut ihres Opfers aufleckt, spuckt sie während ihrer Mahlzeit immer wieder Nahrungsreste, die sie nicht verdauen kann, in den Körper ihres Opfers zurück. Dadurch besteht die Gefahr, dass Krankheitserreger, die die Zecke bei einem vorherigen Wirt aufgenommen hat, in den Organismus des Menschen gelangen.

Gefährliche Blutsauger Zecken

Borreliose und FSME durch Zeckenbiss

Grafik 3D Zecke auf Haut, Zeckenbiss
zeckenbiss © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Sie sind klein, anfangs kaum sichtbar und mitunter für die Gesundheit gefährlich. Zecken sind in vielen Teilen des Landes massiv verbreitet. Nun wurde die Annahme, dass Zecken ab einer Höhe von 800 Metern nicht mehr vorkommen widerlegt. In Berghöhen von 1500 Metern und mehr wurden jetzt Zecken entdeckt.

Gefahr für den Menschen

Für den Menschen stellen die Zecken eine Bedrohung dar, da sie neben den Erregern für eine Borreliose vor allem die FSME-Erreger in sich tragen können, die unter anderem zu einer Hirnhautentzündung führen.

Auch die Borreliose erweist sich als nicht ungefährlich, da sie sich in Schüben im Organismus ausbreitet und zu Schmerzen und Beeinträchtigungen der Nerven, Organe, Augen, der Haut oder auch den Muskeln führen kann. Die Borreliose umfasst drei Stadien, wobei es in rund 90% der Fälle bei dem ersten, noch relativ gelinden Stadium bleibt.

Schutz vor Zeckenbissen

Während man sich gegen FSME impfen lassen kann, gibt es gegen die Borreliose derzeit nur die Möglichkeit sich präventiv davor zu schützen. So sollte man sich nicht ohne entsprechende Bekleidung ins Unterholz des Waldes begeben. Zudem sollte man sich nach einem Aufenthalt im Garten oder in der freien Natur von Kopf bis Fuß nach den Zecken absuchen, da diese zumeist einige Zeit benötigen bis sie zu ihrem ausgewählten Futterplatz auf dem Menschen gelangen und sie somit noch leicht zu entfernen sind.

Zecken - Blutsauger und Überlebenskünstler

Die kleinen Holzböcke sind äußerst widerstandsfähig und gefährlich

Nahaufnahme Zecke in Haut
Zecke © Stefan Schejok - www.fotolia.de

Hitze bis 60 Grad, Eiseskälte bis -12 Grad, auch Wasserbäder können ihnen nicht viel anhaben. Die Rede ist von einer Plage, die derzeit im Grünen auf Mensch und Tier lauert: Zecken.

Zecken übertragen Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis

Die Blutsauger seien äußerst widerstandsfähig, erklärt Professor Jochen Süss vom Friedrich-Loeffler-Institut in Jena. Gefährlich sind sie außerdem. So übertragen sie Krankheiten wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Gegen Borreliose gibt es keine Impfung. Im Frühstadium können auch Hirnhaut- und Nervenentzündungen auftreten. Wird die Borreliose als solche erkannt, so ist sie in der Frühphase antibiotisch gut zu behandeln.

Gegen FSME (durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung) ist eine Impfung möglich. Diese Viruserkrankung tritt im Vergleich zu den Borrelien weniger häufig auf. Eine Übertragung kann jedoch sehr früh nach einem Stich erfolgen.

Auch bei 40 Grad in der Waschmaschine und einstelligen Minustemperaturen überleben Zecken

Die Holzböcke überleben in der Waschmaschine selbst bei 40 Grad. Erst bei 60 Grad oder im Wäschetrockner kann man den Blutsaugern den Garaus bereiten. Einstellige Minustemperaturen überleben sie ebenfalls. Schließlich sterben sie auch nicht in einem normalen mitteleuropäischen Winter.

Schutz gegen Zecken bietet enganliegende Bekleidung mit langen Ärmeln und langen Hosenbeinen. Nach einem Aufenthalt im Grünen sollte man sorgfältig den Körper nach den Parasiten absuchen. Sollte doch einmal ein Tier zugestochen und sich festgesaugt haben, entfernt man es am besten mit einer Zeckenzange. Auf alle Fälle beachten: Die Zecke möglichst am Stechapparat ("am Kopf") greifen und mit einem gleichmäßigen Zug herausziehen. Das Quetschen des Hinterleibes unbedingt vermeiden.

Zecken richtig töten

Töten kann man Zecken, die noch nicht zugestochen haben, auf folgende Weise: Die Blutsauger zwischen Papier legen und mit einem schweren Gegenstand zerquetschen. Auch 40-prozentigen Alkohol, Chlor- und WC-Reiniger überleben die Holzböcke nicht.

Das gefährlichste Tier hierzulande ist die Zecke

Sie ist klein und doch ist sie hierzulande die größte Gefahr, wenn man nach den Ärzten geht: die Zecke. Das kleine Lebewesen befällt ihre Wirte und saugt ihnen dabei Blut aus dem Körper. Während dieses Vorgangs können sie verschiedene Krankheiten übertragen.

Die 900 bisher bekannten Zeckenarten erkranken dabei nicht mit, sondern geben die Erkrankung nur von einem Wirt an den nächsten weiter. So kann man nach einem Biss an Borreliose oder FSME (der Frühsommer-Meningoenzephalitis) leiden. Durch kein anderes Tier werden Jahr für Jahr so viele Krankheiten übertragen. Da jetzt wieder die warme Zeit des Jahres anfängt, muss man beim Spaziergang durch hohes Gras besonders vorsichtig sein. Festes Schuhwerk ist ein Muss.

Doch Statistiken melden, dass die Zahl der Erkrankungen eher zunimmt. In der EU treten in 27 Ländern häufig FSME-Erkrankungen auf. Hierzulande ist Baden-Württemberg der traurige Statistikführer. Besonders bitter ist das vor allen Dingen, da es gegen FSME eine Impfung gibt, die bereits Kindern ab dem 13. Lebensmonat einen Schutz bietet.

Übertragbare Krankheiten

Etwa 20.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland nach einem Zeckenbiss an der Lyme-Borreliose. Rund fünf Prozent aller Zeckenbisse haben somit eine Infektion mit Borreliose zur Folge.

Eine weitere Krankheit, die durch Zeckenbisse verursacht wird, ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Das ist eine Virusinfektion, die in drei Prozent aller Fälle sogar zum Tode führt. Allerdings besteht, im Gegensatz zu Borreliose, die Möglichkeit einer gezielten Impfung.

Doch nicht jeder Zeckenbiss führt automatisch zu einer Krankheit. So bleiben sogar 90 Prozent aller Zeckenbisse von infizierten Zecken ohne Folgen. In Mitteleuropa werden Krankheiten hauptsächlich von den Arten der Gattung Ixodes übertragen.

Besonders gefährlich ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis, die von Viren verursacht wird. Die Zecken, die diese Krankheit übertragen, kommen aber nur in bestimmten Regionen vor, die als Hochrisikogebiete gelten. Dazu zählen in Deutschland die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern, sowie Teile von

  • Rheinland-Pfalz
  • Hessen und
  • des Saarlands.

Gefahr besteht auch in Ländern wie

FSME durch Zeckenbiss – neue Karte zeigt 142 Risikogebiete

Grafik 3D Zecke auf Haut, Zeckenbiss
zeckenbiss © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Das Robert Koch Institut hat eine neue Karte für FSME-Risikogebiete vorgestellt. Erstmals ist auch eine Region in Sachsen als Gefahrenzone für die von Zecken übertragene Hirnhautentzündung eingestuft. Insgesamt bewerten die Wissenschaftler 142 Kreise in Deutschland als riskant.

FSME-Riskiogebiete 2014

Die jährlich aktualisierte Karte beruht auf den Infektionszahlen in den jeweiligen Gebieten. 2013 registrierten die Mediziner bundesweit 420 Fälle, im Jahr zuvor waren es nur 195. Am weitesten sind die FSME-Viren dabei im Süden der Republik verbreitet, im Norden tritt die Frühsommer-Meningoenzephalitis nur vereinzelt auf.

Wer in einem Risikogebiet lebt, sollte sich möglichst gegen FSME impfen lassen. Die ersten beiden Spritzen erfolgen im Abstand von vier bis 12 Wochen. Für eine langfristige Immunisierung ist eine dritte Dosis erforderlich, etwa fünf bis zwölf Monate später. Danach empfiehlt sich eine Auffrischimpfung alle drei bis fünf Jahre.

Nicht alle Zecken tragen das Virus in sich. Wenn nach einem Zeckenbiss grippeähnliche Symptome auftreten, sollten die Betroffenen jedoch einen Arzt aufsuchen. In schweren Fällen entwickelt sich daraus eine Hirnhautentzündung mit bleibenden Schäden wie Konzentrationsproblemen oder partiellen Lähmungen.

Impfkomission: In Zecken-Risikogebieten nur ein Drittel gegen FSME geimpft

Junge bekommt zur Impfung eine Spritze in den Oberarm, der Arzt trägt blaue Handschuhe
Boy and vaccine syringe © stalnyk - www.fotolia.de

Die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) ist in Deutschland eine seltene Krankheit. Sie kommt dort vor, wo viele Zecken ihr Unwesen treiben. 260 Fälle wurden 2010 in Deutschland vom Berliner Robert-Koch-Institut registriert, davon 104 in Bayern und 118 in Baden-Württemberg. Es sei von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.

Die Ständige Impfkomission (STIKO) rät, sich gegen die FSME vollständig impfen zu lassen, wenn man in einem Risiko-Gebiet lebt oder dort seinen Urlaub verbringt. Nur eine vollständige Impfung schützt vor dieser Krankheit. Dazu muss man drei mal zum Arzt. Eine GfK-Befragung hat 2008 ergeben, dass in Bayern nur 31 Prozent und in Baden-Württemberg nur 26 Prozent vollständig gegen FSME geimpft waren.

Neue Infektionskrankheit durch Zecken möglich

Die neu entdeckte "Neo-Krankheit" wird durch das Bakterium "Candidatus neoehrlichia mikurensis" ausgelöst

Grafik 3D Zecke auf Haut, Zeckenbiss
zeckenbiss © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Forscher aus Schweden haben aufgrund von DNA-Untersuchungen, die sie im Zusammenhang mit einem besonderen Krankheitsfall durchführten, eine neue, durch Zecken übertragene Infektionskrankheit entdeckt. Wegen des entdeckten Bakteriums haben die Wissenschaftler diese Erkrankung den Namen "Neo-Krankheit" gegeben.

Frühsommer-Meningoenzephalitis und Borreliose

Bisher kennen wir zwei dieser Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden. Die eine ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME, dagegen gibt es als Vorbeugung eine Impfung, die allen Personen empfohlen wird, die sich viel im Freien in den gefährdeten Regionen aufhalten.

Die zweite Krankheit ist die Borreliose, die mit Hilfe von Antibiotika behandelt wird. Auch die neu entdeckte Krankheit wird also durch Bakterien verursacht, das sogenannte Bakterium candidatus neoehrlichia mikurensis. Die für diese Krankheit typischen Symptome sind über einen längeren Zeitraum

kann auftreten.

Bisher Personen mit geschwächtem Immunsystem betroffen

In den bisher nachgewiesenen Fällen, wovon

auftraten, waren Personen mit einem geschwächten Immunsystem betroffen. Ob die Bakterien auch einen gesunden Menschen befallen können, muss jetzt noch erforscht werden.

FSME-Erkrankungen durch Zecken steigen an - wieso sind die Tiere vor allem im Süden aktiv?

Nahaufnahme Zecke auf Haut
Zecke auf der Suche © Twilight_Art_Pictures - www.fotolia.de

Die Rate der Erkrankungsfälle durch die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Hierauf weisen aktuelle Zahlen aus Medizin und Forschung hin. Nicht nur in Deutschland infizieren sich demnach immer mehr Menschen mit dem gefährlichen Virus, das durch den Biss einer abermals infizierten Zecke übertragen werden kann.

Auch wenn viele Infektionen symptomlos verlaufen und durchaus auch glimpflich ablaufen können, sollte niemand das Risiko einer schweren, gesundheitlichen Komplikation eingehen. Eine FSME-Erkrankung ist vermeidbar, schließlich stehen ausreichend Impfdosen zur Verfügung, die Bewohner und Besucher von Risikogebieten in Anspruch nehmen sollten. Risikogebiete befinden sich vor allem im Süden Deutschlands, also in Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg, aber auch in den südlichen Randlagen beispielsweise von Hessen.

Wieso das so ist, darauf versuchen Forscher jetzt eine Antwort zu finden. In einer über einen längeren Zeitraum angelegten Studie untersucht das Friedrich-Loeffler-Institut, wie viele Zecken jeweils in einer bestimmten Region vorkommen und wie aktiv diese sind. Dabei sollen verschiedenste Erklärungsansätze, unter anderem auch der Einfluss der klimatischen Verhältnisse, überprüft werden.

Übrigens: Neben dem FSME-Virus können Zecken Überträger weiterer Krankheiten sein. Deshalb ist es dringend ratsam, sich durch passende Kleidung, durch spezielle Repellents und regelmäßiges Absuchen der eigenen Haut vor Zeckenbefall zu schützen.

Zecken sofort entfernen - die Borreliose-Gefahr steigt mit der Zeit

Nahaufnahme einer Zecke, die zwischen einer Pinzette hängt, weißer Hintergrund
Ticks, isolated on a white background © nata777_7 - www.fotolia.de

Ein Zeckenbiss ist stets sehr unerfreulich. Dabei geht es weniger darum, dass die Tiere Schmerzen verursachen und Blut saugen, sondern vielmehr um die Tatsache, dass Zecken gefährliche Krankheitsüberträger sein können. Vor allen Dingen als Träger der Borreliose sind sie bekannt und zurecht gefürchtet. Eine Borreliose kann lebensgefährlich werden und sollte daher so gut es geht vermieden werden.

Wer trotz entsprechender Kleidung und Wachsamkeit dennoch von einer Zecke gebissen wird, sollte den Zeitfaktor nicht unterschätzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Tier beim Blutsaugen die Infektion überträgt, steigt mit der verstrichenen Zeit. Je früher man die Zecke also vom Menschen trennt, umso kleiner bleibt die Gefahr. Im Schnitt haben Forscher ermittelt, dass die Übertragung nach circa zwölf Stunden des Bisses beginnen kann und in einem Fenster von bis zu 24 Stunden erfolgt.

Das Bakterium Borrelia burgdorferi kann nach dem Eindringen in den Körper schleichende Schäden anrichten und wird daher oft sehr spät erkannt. Da der Erreger gern in verschiedenen Organen siedelt und dort Entzündungen auslöst, können so gravierende Probleme wie eine Hirnhautentzündung entstehen.

Damit Zecken so kurz wie möglich mit dem Menschen in Kontakt bleiben, sollte man sich nach jedem Waldspaziergang oder Spielen auf hoher Wiese gründlich am ganzen Körper untersuchen. Vor allen Dingen in Hautfalten verschwinden die kleinen Tiere sehr schnell. Da nicht jeder Biss zwangsläufig schmerzhaft sein muss, sollte man so viel Vorsicht immer walten lassen. Findet man eine Zecke, sollte mittels Pinzette oder Zeckenzange sofort gehandelt werden. Diese Empfehlung kommt vom BDN, dem Bundesverband Deutscher Neurologen. 

Lebensgewohnheiten der Zecken

Eine Zecke ist ein blutsaugender Parasit, der aus der Familie der Spinnentiere stammt und eine Größe von ein bis zwei Millimetern erreicht. Ausgestattet sind Zecken mit einem Stechrüssel und einem Widerhaken. Ihre bevorzugten Gebiete sind:

Hier warten sie geduldig auf ein Opfer, das sich als Wirtskörper eignet. Dann lassen sich die Zecken an feuchten und warmen Regionen eines Körpers nieder, um sich tagelang mit Blut voll zu saugen, dass sie für ihre Ernährung und Fortpflanzung benötigen.

Bevorzugte Stellen für Zeckenbisse befinden sich:

Besonders auf weichen Hautstellen beißen sich die Zecken gerne fest.

Die Zecke ist das gefährlichste Tier Deutschlands - und ein faszinierender Überlebenskünstler

3D Grafik Zecke auf Haut beim Beissen
zeckenbiss © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Zecken - wären sie nicht so eklig, verdienten sie glatt unseren Respekt. Ob Frost oder jahrelanger Hunger, Tauchgänge oder ein Schlag mit der Schuhsohle, die kleinen Blutsauger überstehen extreme Belastungen.

Trotz winziger Beinchen kommen sie weit voran, mit ihren Opfern gehen sie eine innige Beziehung ein. Leider oftmals mit gravierenden Folgen: Neben der Frühsommer Meningo-Enzephalitis (FSME) können Zecken Borreliose, Viren und Fadenwürmer übertragen. Für Parasitologen sind die Stechwinzlinge deshalb die gefährlichsten Tiere Deutschlands.

Der faszinierende Beutezug der Zecke

Nachdem sie mit den Riechorganen in ihren Vorderbeinen Witterung aufgenommen haben, reichen Sekundenbruchteile, um sich am Opfer festzuklammern. Damit Mensch oder Tier den ungebetenen Gast nicht gleich bemerken, spritzen Zecken zunächst ein Betäubungsmittel in die Haut. Erst danach versenken sie ihren Stachel zum Blutsaugen in den Körper ihres Wirts.

Bis das Opfer den Angreifer bemerkt, hat er sich bereits mit einem organischen Kleber fest angedockt.

So leicht lässt sich die Zecke nicht unterkriegen

Nach einer üppigen Blutmahlzeit können Zecken drei bis fünf Jahre in freier Wildbahn überleben. Im Labor haben sie sogar schon zehn Jahre Diät überstanden – ebenso wie einen Waschgang bei 40 Grad. Auch extreme Minusgrade machen Zecken nichts aus. Nach einer Nacht im Eisfach krabbelte die Hälfte der Tiere weiter.

Wer einer Zecke den Garaus machen möchte, muss also zu härteren Methoden greifen. Das klassische Zerquetschen mit dem Fingernagel ist dabei nicht unbedingt ratsam. Über kleinere Wunden könnte man mit den Krankheitserregern im Körpersaft der Insekten in Kontakt kommen. Besser: die Zecke zwischen zwei Blättern Papier fixieren und mit einem Glas zerdrücken.

Zeckengefahr beim Waldspaziergang: Parasiten bis spät in den Herbst hinein aktiv

Zwei kleine Mädchen im Wald riechen an Blumen
Little girls smelling flowers © filtv - www.fotolia.de

Wer in diesen Wochen durch die buntbelaubten Wälder wandern möchte, muss sich vor Zecken in Acht nehmen. Experten erinnern daran, dass die bissigen Parasiten nicht nur im Sommer aktiv sind, sondern noch bis spät in den Herbst hinein.

Das Risiko eines Zeckenbisses ist dann lediglich geringer, weil die meisten Menschen nun körperbedeckende Kleidung tragen. Wer dennoch in Shorts und T-Shirts unterwegs ist, sollte jedoch auf mögliche Zecken in Wald und Feld achten.

Die Wirkung der Zeckenbisse

Das Robert Koch-Institut und das Deutsche Grüne Kreuz raten außerdem zu einer Schutzimpfung gegen die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die von Zecken übertragen werden kann. Die Viren gelangen nach dem Biss über die Blutbahnen ins Gehirn und befallen das zentrale Nervensystem. Dies führt oft zu schweren gesundheitlichen Folgen für die Betroffenen.

In Deutschland erkranken jährlich rund 200 bis 450 Menschen nach einem Zeckenbiss an FSME. Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion nach dem Biss liegt bei etwa 1 zu 150.

Wärme des Frühlings aktiviert wieder die Zecken

Gefahr durch Zecken als Überträger von Borreliose und FSME und wie man sich schützen kann

Zecke in Haut vom Menschen festgesaugt, Gefahr von Meningitis
zecke © Maria.P. - www.fotolia.de

Die ersten warmen Tage des Jahres zeigen den beginnenden Frühling. Die lässt nicht nur die Tage länger und wärmer, sondern auch die Zecken wieder aktiv werden. Ab 7 Grad plus werden die Blutsauger wieder wach und auch in diesem Winter wurde deren Population nur unmerklich verringert.

Welche Gefahr von den Zecken ausgeht

Als Überträger der Erkrankungen Borreliose und FSME stellen diese Insekten jedes Jahr aufs Neue eine Gefahr für die Menschen dar. Zwar ist nicht jede Zecke mit den Erregern infiziert, doch leider kann man ihnen das nicht ansehen.

Wer an FSME erkrankt, ist oftmals monate- oder jahrelang arbeitsunfähig und gehört damit zu den rund 30-40% der Betroffenen in Deutschland. Hier hilft nur vorbeugen in dem man sich impfen lässt. Die Borreliose dagegen ist mit einer Impfung nicht abwehrbar, weil es gegen diese bakterielle Erkrankung keine Impfung vorhanden ist.

Behandlung eines Zeckenbisses und Schutz vor Zecken

Hat man sich dank eines Zeckenbisses damit infiziert, kann zu Beginn mit Antibiotika behandelt werden und später nur die Symptome gelindert werden.

Handelsübliche Mittel können zwar die Biester etwas abhalten, sind allerdings meisten nicht so effektiv wie angepriesen. Am besten ist es immer noch lange Hosen und geschlossene Hemden oder Shirts zu tragen und besonders in Risikogebieten, wie der Schwarzwald und der Bodensee, möglichst nicht ins dichte Gehölz zu gehen. Nach einem Aufenthalt in der Natur sollte man sich auf jeden Fall von Kopf bis Fuß absuchen, denn Zecken brauchen meistens Stunden bis sie "ihren" Fressplatz gefunden haben.

Widerstandsfähige Zecken überleben selbst in der Waschmaschine

Zecke in Haut vom Menschen festgesaugt, Gefahr von Meningitis
zecke © Maria.P. - www.fotolia.de

Der Amerikaner John Carroll fand, nachdem er seine Hose gewaschen hatte, eine Zecke, die noch lebte. Hierbei handelte es sich um eine besondere widerstandsfähige Art von Zecke, die Ixodes-scapularis-Zecke oder auf deutsch Hirschzecke. Erst durch hohe Temperaturen im Trockner konnte John Carroll die Zecken eliminieren.

Eine andere Zecken-Art, die Amblyomma americanum (Amerikanische Waldlaus), war nicht so widerstandsfähig. Wie sich unsere heimischen Zecken bei einer Wäsche verhalten, ist noch nicht getestet worden. In Europa ist der Gemeine Holzbock die häufigste Zeckenart. Auch Schildzecken findet man weltweit in den gemäßigten Klimazonen, doch sind die Lederzecken nur in den Tropen und Subtropen zu finden.

Zecken überleben auch bei Frost und Eis

Zecke auf Ast eines Strauches
relaxed tick - Zecke hängt ab... © Michael Tieck - www.fotolia.de

Auch wenn es dieses Jahr ein langer und kalter Winter, mit viel Frost und Eis, war, so kann es trotzdem zu einer Zecken-Plage kommen, womit sich auch das Risiko an einer Gehirnhautentzündung zu erkranken, erhöht. In den letzten Jahren schwankte die Zahl der gemeldeten Erkrankungen, wie auch das Robert Koch-Institut berichtet, so gab es im Jahr 2006 in Deutschland 546 Meldungen, im Jahr 2007 erkrankten 238 und im letzten Jahr 314 Menschen.

Durch die Zecken, oder auch Holzbock genannt, werden Viren übertragen, die als Folge die Gehirnhautentzündung namens Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) haben können. Diese Viren verbreiten sich nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa, sogar auch im hohen Norden und Asien. Die meisten Zecken sind in Deutschland in den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg zu finden. Vereinzelt aber auch in anderen Bundesländern.

Zeckengefahr im ganzen Jahr

Eine besonders hohe Zeckenaktivität herrscht von März bis Oktober. Allerdings weist das Robert-Koch-Institut darauf hin, dass nicht unbedingt die Jahreszeiten ausschlaggebend sind, sondern vielmehr die Temperaturen: Ist es im November sehr mild, sind auch die Spinnentiere noch unterwegs.

Sobald Temperaturen von acht Grad Celsius herrschen, werden die Zecken fit und somit aktiv und benötigen Futter. Gerade ein warmer Herbst oder milder Winter sind für diese Spinnentiere ein gefundenes Fressen, denn dank der angenehmen Temperaturen können sie sich auch an Ratten und Mäusen schadlos halten, die als Wirtsträger der Erreger gelten.

Ist man nun im Wald auf Pilzsuche oder unternimmt eine Wanderung durch Flur und Tal, dann kann es durchaus sein, dass man als Mitbringsel eine Zecke mit sich herumschleppt.

Selbst im Winter ist man nicht vor einem Zeckenbiss gefeit, da diese ihre Nester auch im allseits beliebten Tannenbaum haben können und dann in der warmen Stube auf Futtersuche gehen.

Ursachen

Grund für einen Zeckenbiss ist das Blut, das die Zecke für ihre Ernährung benötigt. Während die männlichen Zecken das Blut nur zur Nahrung brauchen, benötigen die weiblichen Zecken es auch für ihre Fortpflanzung.

Daher kann ihre Blutmahlzeit bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Bei männlichen Zecken dauert eine Blutmahlzeit hingegen nur ein paar Tage.

Verlauf

Die meisten Zeckenbisse verlaufen harmlos. Doch bei etwa fünf Prozent aller Gebissenen kommt es zu Krankheiten wie:

  • Lyme-Borelliose
  • Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
  • Ehrlichiose

Eine Borreliose kann unter Umständen erst nach Monaten oder gar Jahren ausbrechen und einen chronischen Verlauf nehmen.

Eine Ehrlichiose bricht ca. eine Woche nach einem Zeckenbiss aus. Dabei kommt es zu Beschwerden wie:

Besonders gefährlich ist ein Ausbruch der FSME, die zu schweren neurologischen Schäden und sogar zum Tod führen kann.

Symptome und Folgen von FSME und Borreliose

Wer die Vorsorgemaßnahme der FSME-Impfung nicht nutzt und sich mit dem Erreger infiziert, läuft Gefahr, an einer Gehirnhautentzündung mit Lähmungen zu erkranken. Die ersten Symptome der FSME ähneln denen einer Grippe.

Jährlich werden in Deutschland tausende neue Fälle von Borreliose gemeldet. Die Infektionskrankheit wird durch Zeckenstiche verursacht. Als Symptome gelten

Ein sicheres Anzeichen für Borreliose ist die typische Wanderröte. Allerdings treten die Rötungen nur bei rund 50 Prozent der Betroffenen auf.

Die Wanderröte kann sich an über hundert Körperstellen zeigen, auch da, wo keine Zecke gesessen hat. Nach einem sommerlichen Ausflug ins Grüne sollte deshalb jeder seinen Körper nach Rötungen absuchen.

Auch Borreliose kann zur Hirnhautentzündung führen. Behandelt wird die Krankheit mit Antibiotika.

Symptome

Symptome sind bei einem Zeckenbiss kaum zu spüren. Wenn sich die Bisswunde jedoch entzündet, entsteht an der Bissstelle ein roter Kreis, der scharf umrandet ist. Da dies ein erster Hinweis auf Borreliose sein kann, sollte schleunigst ein Arzt konsultiert werden. Bei einer Infektion mit FSME kommt es zu grippeähnlichen Symptomen und Fieber.

Grippeähnliche Symptome bei FSME
Grippeähnliche Symptome bei FSME

Diagnose

Mittels Blutprobe können ernste Erkrankungen ausgeschlossen werden
Mittels Blutprobe können ernste Erkrankungen ausgeschlossen werden

Durch die Bildung eines roten Kreises lässt sich rasch eine Diagnose auf Zeckenbiss erstellen. Auch an einem stecken gebliebenen Zeckenkopf lässt sich ein Zeckenbiss erkennen. Außerdem wird eine Blutprobe entnommen, um mögliche übertragene Krankheiten festzustellen.

Behandlung

Für den Fall, dass sich eine Zecke an einem Menschen festgebissen hat, muss diese so schnell wie möglich entfernt werden, denn je länger eine Zecke in der Haut stecken bleibt, desto größer wird die Gefahr einer Krankheitsübertragung.

Richtige Zeckenentfernung

Um eine Zecke zu entfernen, benutzt man am besten ein spitzes Werkzeug wie eine spezielle Zeckenzange oder eine Pinzette. Damit packt man den Parasiten und zieht ihn langsam und vorsichtig aus der Haut heraus. Dabei sollten keine Drehbewegungen ausgeführt werden, damit der Kopf nicht stecken bleibt.

Zeckenzange

Eines der gebräuchlichsten Instrumente zur Entfernung einer Zecke ist die Zeckenzange, die in unterschiedlichen Varianten angeboten wird. Zeckenzangen haben zumeist die Form eines dicken Stiftes und sind mit einem Greifarm ausgestattet, der sich mit einem Druckknopf öffnen lässt.

Zur Anwendung wird die Zange so dicht wie möglich an den Mundwerkzeugen der Zecke in Position gebracht. Dann greift man sie und zieht sie langsam und vorsichtig aus der Haut heraus.

Zeckenzangen haben allerdings den Nachteil, dass sie häufig zu grob sind. Daher eignen sie sich nur für ausgewachsene Zecken und nicht für Nymphen, da diese beim Entfernen zerdrückt werden könnten und so Entzündungen auslösen können.

Zeckenschlinge

Eine andere Möglichkeit zur Entfernung von Zecken bietet die Zeckenschlinge, auch Zeckenlasso genannt. Dabei handelt es sich um eine verknotete kleine Schlinge aus stabilen Fäden. Die Anwendung einer Zeckenschlinge erfordert jedoch ein gewisses Fingerspitzengefühl.

So ist es wichtig, mit der Schlinge den Kopf der Zecke zu packen und nicht den Körper, da sonst die Gefahr besteht, dass schädliche Substanzen ausgeschüttet werden. Aktivieren lassen sich die meisten Zeckenlassos per Knopfdruck.

Bei Druck auf den Knopf bleibt die Schlinge lose. Lässt man ihn los, wird die Schlinge zusammengezogen. Danach lässt sich die Zecke behutsam herausdrehen. Dabei sollte der Parasit jedoch nicht ruckartig herausgezogen werden.

Zeckenkarte

Gut bewährt haben sich so genannte Zeckenkarten. Diese sind mit einem V-förmigen Schlitz ausgestattet, mit dem man nicht nur ausgewachsene Zecken, sondern auch Nymphen gut packen kann.

Bei der Anwendung wird die Karte dicht an der Haut unter die Zecke geschoben. Danach hebt man die Zecke mit der Karte an und entfernt sie.

Pinzette

Ein anderes wirksames Werkzeug ist die Pinzette, die genauso wie die Zeckenzange angewendet wird. Dabei sollte man möglichst spitze Pinzetten wie eine Uhrmacherpinzette oder eine Feinpinzette verwenden. Weniger gut geeignet sind dagegen Kosmetikpinzetten.

Um mögliche Borreliose-Erreger nachweisen zu können, sollte die entfernte Zecke aufgehoben und trocken oder in Alkohol aufbewahrt werden. Für den Fall, dass doch Teile der Zecke in der Haut stecken bleiben, muss ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann den Rest der Zecke fachgerecht entfernen.

Um eine Entzündung zu verhindern, sollte die betroffene Stelle desinfiziert werden.

Tipps zur Entfernung von Zecken und Behandlung des Stiches

Hand hält eine Pinzette mit einer Zecke vor weißem Hintergrund
Ticks, parasite © nata777_7 - www.fotolia.de

Dass man sich besonders beim Aufenthalt im Wald oder auf hohen Wiesen so kleiden sollte, um möglichst nicht mit Zecken in Kontakt zu kommen, ist bekannt. Doch so vorsichtig man auch ist, irgendwann kommt es doch mal zu einem Stich und dann gilt es, die Zecke so schnell wie möglich zu entfernen und den Stich entsprechend zu behandeln. Dabei sollte man einige Dinge beachten.

Um das Tier aus der Haut zu entfernen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Wahl, wie zum Beispiel die Zange, Zeckenkarte oder auch die Pinzette. Für welche von ihnen man sich auch entscheidet: es ist wichtig, möglichst wenig Druck anzuwenden und darauf zu achten, die Zecke vollständig zu entfernen. Die entsprechenden Hilfsmittel sind in jeder Apotheke erhältlich.

Gleich nachdem man die Zecke herausgezogen hat, sollte die Wunde desinfiziert werden. Dann gilt es, den Stich im Auge zu behalten; sobald sich eine deutliche Rötung zeigt, sollte man sicherheitshalber zum Arzt damit. Gleiches gilt natürlich auch, wenn man die Zecke nicht vollständig herausziehen konnte. Wer an einer Borreliose erkrankt, muss nicht unbedingt die so genannte Wanderröte bei sich erkennen; nicht immer kommt es zu diesem Symptom. Weitere mögliche Anzeichen sind grippeähnliche Symptome.

Zeckenbissstelle länger beobachten

Wer von einer Zecke gebissen wurde, soll die Bissstelle mindestens vier Wochen lang beobachten. Bildet sich ein roter Hof oder treten grippeähnliche Beschwerden auf, unbedingt zum Arzt gehen, rät das Apothekenmagazin Senioren Ratgeber.

Die genannten Symptome können eine Infektion mit Borrelien anzeigen, gegen die ein Antibiotikum gut wirksam ist. Unbehandelt ist die Borreliose eine lang andauernde, manchmal auch gefährliche Erkrankung. Vor ihr kann man sich nicht mit einer Impfung schützen.

Zecken übertragen auch die FSME (Frühsommer-Meningo-Encephalitis). Dagegen kann man sich in Risikogebieten, die Ärzten bekannt sind, impfen lassen.

Zeckenkarten bieten eine sinnvolle Hilfe beim Entfernen der Spinnentiere an

Wie Zecken sinnvoll mit bewährten Hilfen entfernt werden können

Grafik 3D Zecke auf Haut, Zeckenbiss
zeckenbiss © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Der warmen Jahreszeiten sind für viele Insekten ein gefundenes Fressen. Hierzu zählen auch die Spinnentiere Zecken, die für ihre Übertragungstätigkeit in Sachen Borreliose und FSME mehr als bekannt und auch gefürchtet sind. Besonders zahlreich findet man die Zecken in Wäldern, Büschen und Gräsern, so dass die Gefahr des Zeckenbisses rapide ansteigt, wenn man sich bei warmen Temperaturen in der Natur aufhält.

Nach dem Zeckenbiss Zecken schnell entfernen

Da das Infektionsrisiko ansteigt, je länger sich eine Zecke am Blut schadlos hält, ist es wichtig, diese so rasch als möglich zu entfernen. Alte Hausmittel wie etwa Klebstoff oder ähnliches sollte man lieber nicht einsetzen, da die Zecke in ihrem Erstickungskampf noch mehr an infektiösen Speichel abgibt und somit die Gefahr der Krankheitsübertragung ansteigt.

Besser ist es sich mit bewährten Hilfsmitteln zu helfen. Hierzu zählen Pinzetten, Zeckenschlingen, Zeckenzangen- oder Haken, sowie die Zeckenkarte. Letztere bietet sich aufgrund ihrer kleinen Größe gerade auch für unterwegs an, da sie problemlos in den Geldbeutel passt.

Zeckenbisse genau beobachten und notfalls zum Arzt

Was tun bei Zeckenbissen?

Grafik 3D Zecke auf Haut, Zeckenbiss
zeckenbiss © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Beim Wochenendspaziergang durch den Wald ist es recht schnell passiert: Man spürt einen kleinen Stich am Bein und entdeckt an sich einen dieser fiesen kleinen Blutsauger. Ein Zeckenbiss an sich ist noch nicht gefährlich, allerdings können die Tiere Träger diverser Krankheiten sein, die sie beim Blutsaugen dann in die Blutbahn des Menschen weitergeben.

Übertragung der Borreliose durch Zecken

Ärzte warnen besonders vor der Übertragung von Borreliose. Diese Krankheit ist tückisch, denn sie verläuft über mehrere Stadien, die am Schluss auch Entzündungen an lebenswichtigen Organen wie Lunge oder Herz hervorrufen kann und einen wirksamen Impfstoff gibt es bislang noch nicht. Die einzige Chance auf einen harmlosen Krankheitsverlauf: eine schnelle Diagnose und eine sofortige Behandlung mit Antibiotika. Wer einen Biss entdeckt, muss genau beobachten, ob die Haut um den Biss herum sich mehr und mehr rot färbt. Dann sollten Sie sofort zum Arzt und den Zeckenbiss vorzeigen. Sollte eine Infektion vorliegen, sind Sie in circa einem Monat schon wieder von den Borreliose-Erregern befreit.

Ein großes Problem ist, dass nicht jeder den Biss an Ort und Stelle bemerkt. Sie sollten sich daher nach einem Spaziergang im Grünen am Abend gründlich auf Zecken untersuchen. Das ist vielleicht etwas lästig, doch besser, als eine zu spät erkannte Borreliose.

Zeckenbissen vorbeugen

Einen wirklichen Vorabschutz gegen Zeckenattacken gibt es zwar nicht, aber Sie können beim Gang vor die Tür darauf achten, dass Sie festes Schuhwerk und lange Kleidung tragen. Wenn die Kleidung dann noch sehr hell ist, setzen sich die kleinen Blutsauger farblich auch gut ab und können schnell entdeckt werden.

Beim Zeckenziehen sollte man sich helfen lassen

Zeckenbiss - Behandeln und Vorbeugen

Grafik 3D Zecke auf Haut, Zeckenbiss
zeckenbiss © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Jetzt kommt bald wieder die Zeckenzeit - kommt man vom Freien ins Haus zurück, sollte man sich gründlichst auf mögliche Zecken absuchen. Meist stecken noch Zecken in der Haut.

Nach dem Zecke ziehen die Wunde desinfizieren

Hat man eine Zecke in der Haut entdeckt, sollte man sie vorsichtig mit einer Zeckenzange oder alternativ mit einer Pinzette herausziehen, meint das Deutsche Rote Kreuz (DRK) aus Berlin. Dies sollte am besten von einer zweiten Person übernommen werden, die hat dann eine ruhigere Hand. Manche haben auch Bedenken, sich selbst die Zecke herauszuziehen. Ganz wichtig beim Herausziehen sei es, das Tier komplett zu erwischen. Die Wunde sollte man hinterher sorgfältig desinfizieren.

Das Deutsche Rote Kreuz erklärt, wenn eine Zecke schon heruntergefallen ist, die Haut trotzdem gerötet sein könnte. Auch dann sollte die Wunde desinfiziert werden.

Zeckenbissen vorbeugen

Zecken saugen sich mit Vorliebe an Falten der Haut fest (Achselhöhlen und Kniekehlen). Die Tiere finden sich meist im Laub, hohen Gras oder Gebüsch. Wer im Wald spazierengeht, ist besonders gefährdet. Auf Waldwegen direkt ist das Risiko nicht so groß.

Wie kann man sich vor Zecken schützen? Durch lange Kleidung im Freien. Aber auch Zeckensprays sind eine gute Vorbeugung. Solche Sprays halten allerdings nicht lange.

Kinderarzt gibt Tipps zum Entfernen von Zecken

Zeckenbisse können Borreliose und FSME auslösen - bei ersten Anzeichen sofort zum Arzt

Zecke in Haut vom Menschen festgesaugt, Gefahr von Meningitis
zecke © Maria.P. - www.fotolia.de

Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln gibt Tipps zur Zeckenentfernung. Man sollte die Zecke mit einer Kunststoff-Pinzette so nah an der Einstichstelle wie möglich fassen, nachdem man vorher die Haut gedehnt hat.

Was man unterlassen sollte

Man sollte die Zecke weder drücken, noch mit Alkohol, Ölen, Feuer oder Klebstoff reizen, da sie sich sonst übergibt oder andersweitig entleert. Dadurch könnten Borreliose- oder FSME-Erreger in die Haut gelangen.

Nach der Entfernung

Nachdem die Zecke aus der Haut ist, sollte man die Stelle desinfizieren. Wenn ein Stück Zecke in der Haut zurück bleibt, sollte man zum Arzt gehen.

Hinweis auf Borreliose

Bildet sich um die Einstichstelle Tage bis Wochen nach dem Zeckenbiss ein roter Fleck, der nach innen blasser wird, kann das ein Hinweis auf Borreliose sein. Diese wird dann vom Arzt mit Antibiotika behandelt.

Hinweis auf FSME

Zeigen sich grippeähnliche Symptome kann es auch ein Hinweis auf FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) sein. Gegen diese Krankheit sollte man sich impfen lassen, wenn man in Süddeutschland wohnt oder dort hinreisen möchte - allerdings vor dem Zeckenbiss. FSME ist selten, aber gefährlich.

Antibiotika bei Zeckenstich nicht immer notwendig

Nicht nach jedem Zeckenstich ist sofort ein Test erforderlich, der klärt, ob das Tier mit Borreliose oder FSME infiziert war. Darauf weist das Landesgesundheitsamt (LGA) in Baden-Württemberg hin.

Da mehr als 95 Prozent der Zecken nicht mit Borrelien infiziert sind, würde in vielen Fällen vorschnell eine Therapie mit Antibiotika verschrieben, so ein Vertreter des LGA. Auch bei einem Stich durch ein Tier, das selbst infiziert ist, kommt es nur in jedem vierten Fall zu einer Borreliose.

Menschen, die gestochen werden, sollten die betroffene Hautstelle genau beobachten. Sollten tatsächlich die Borreliose-Bakterien übertragen worden sein, kommt es an der Einstichstelle zu einer lokalen Entzündung. Die Bakterien vermehren sich hier. Nach ungefähr 10 bis 14 Tagen reagiert das Immunsystem und bekämpft die Borrelien in der Haut. Dann entsteht die sogenannte Wanderröte, eine meist ringförmige Rötung, die kaum Beschwerden verursacht.

Ein Arztbesuch ist in solchen Fällen dringend erforderlich.

Zeckenbisse richtig behandeln - Am besten mit Zeckenzange oder Pinzette entfernen

Vier Finger versuchen eine Zecke aus der Haut zu quetschen
removing a tick from skin © kalcutta - www.fotolia.de

Die „Apotheken Umschau“ fand heraus, dass inzwischen die meisten Menschen wissen, wie Zecken entfernt werden sollten. Denn kaum einer schmiert die Zecke noch mit Öl oder Alkohol ein. Das ist auch gut so, denn so gelangen oft erst recht zusätzliche Erreger in die Wunde.

Fast die Hälfte aller Befragten, nämlich 42,9 Prozent benutzen eine extra Zeckenzange. Eine Pinzette benutzen 40,9 Prozent. Manche bevorzugen gleich den Gang zum Arzt, ein Drittel der Befragten wählt diesen Weg.

Zur richtigen Zeckenentfernung sollte das Insekt ganz langsam mit einer Zeckenzange, oder einer Pinzette herausgezogen werden. Ist die Zecke ohne sie zu quetschen herausgezogen worden, sollte die Einstichstelle gut desinfiziert werden. Falls sich an der aut eine Entzündung zeigt, sollte sich der Arzt diese Stelle anschauen. Dasselbe gilt, wenn noch Reste in der Einstichstelle stecken.

Für die Behandlung der Frühsommer-Meningoenzephalitis stehen nur beschränkte Möglichkeiten zur Verfügung. Die Symptome wie

lassen sich zwar bekämpfen, allerdings ist die Infektion nur schwer in den Griff zu bekommen. FSME-Erreger können zudem schwere Krankheitszeichen auslösen wie Bewusstseinseintrübungen, Lähmungen und Sprachstörungen. Bei schweren Verläufen kann es zu bleibenden Gesundheitsschäden kommen, auch Todesfälle werden verzeichnet.

Wie Enzyme helfen können

Enzyme arbeiten Experten zufolge Hand in Hand mit dem Immunsystem. Dringt ein Erreger in den menschlichen Körper, wird dieser - wenn der Mensch gesund ist - normalerweise von Antikörpern unschädlich gemacht; die Verbindung von Antigen und Antikörper, die man Immunkomplex nennt.

In einigen Fällen jedoch kann sich dieser Immunkomplex am Gewebe festlagern und Krankheiten auslösen. Enzyme können diesen Vorgang verhindern, indem sie die beiden Stoffe wieder spalten und abbauen. Nimmt man also nach einem Zeckenstich Enzyme ein - am wirkungsvollsten hat sich die Kombination von Bromelain und Trypsin erwiesen - kann man Immunreaktionen, die durch den Erreger entstehen, verhindern.

Hilfe bei Zeckenbiss durch Enzyme

3D Grafik Zecke auf Haut beim Beissen
zeckenbiss © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Der Frühling naht und damit auch unweigerlich die Zeit der Wärme. Sobald sich diese erste Wärme im Jahr zeigt, werden ganz bestimmte Insekten wieder aktiv: Zecken. Diese ungeliebten, weil auch krankheitsübertragenden Tiere, lassen sich nicht einfach vom Baum fallen, sondern warten in Büschen und im hohen Gras auf ihre laufende Blutbar - sprich den Menschen.

Als möglicher Auslöser von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder auch Borreliose, kann man sich einerseits durch eine Impfung wenigstens etwas schützen und anderseits mit einer Enzymtherapie den körperlichen Reaktionen und dem Immunsystem unter die Arme greifen.

Als einer der bewährten Kombinationen gelten die Enzyme Bromelain und Trypsin, die bei einem akuten Biss bis zu dreimal à 10 Tabletten als Enzymtherapie eingenommen werden.

Vorbeugung

Damit Zeckenbissen vorgebeugt wird, ist es ratsam, sich nicht direkt ins Gras zu setzen. Nach einem längeren Aufenthalt im Grünen sollten Kleidung und Unterwäsche gründlich ausgeschüttelt und nach möglichen Zecken durchsucht werden.

Danach sollte geduscht und der ganze Körper nach möglichen Zecken abgesucht werden. Hilfreich können auch Insektenschutzmittel sein, deren Wirkungsdauer jedoch zeitlich begrenzt ist. Neben dem Benutzen von Anti-Zeckenmittel sollte man auch beim Spaziergang für einen guten Schutz durch eine passende Kleidung und Kopfbedeckung sorgen.

Vor allem die Füße und Beine sind dabei wichtig; so sollten stets geschlossene Schuhe und wenn möglich lange Strümpfe getragen werden. Hilfreich ist es zudem, die Hose in die Strümpfe zu stecken, sodass die Zecken gar keine Möglichkeit haben, auf nackte Haut zu treffen.

Impfschutz

Als Vorbeugung gegen das FSME-Virus wird eine gezielte Impfung empfohlen. Da es keine unmittelbare Behandlungsmöglichkeit gegen FSME gibt, empfehlen Gesundheitsexperten eine Impfung für Menschen, die in Risikogebieten leben oder beabsichtigen, dorthin zu reisen.

Die gesetzlichen Krankenkassen tragen zumindest die Kosten für die Bewohner von Risikogebieten. Mittlerweile wird eine FSME-Impfung aber auch von zahlreichen Kassen als Reiseimpfung bezahlt.

Eine FSME-Impfung kann durchaus sinnvoll sein. War man in früheren Jahren noch der Meinung, dass nur Landwirte, Förster und Waldarbeiter an FSME erkranken, weiß man heutzutage, dass sich die meisten Menschen bei Freizeitaktivitäten wie

mit den gefährlichen Viren infizieren.

Langfristige Immunisierung

Im Rahmen einer Schutzimpfung verabreicht man dem Organismus abgetötete FSME-Viren, woraufhin es zur Bildung von Antikörpern kommt. Diese erkennen bestimmte Oberflächenproteine des FSME-Virus und binden sie an sich. Kommt es nach der Impfung bei einem Zeckenstich zur Übertragung von FSME-Viren, werden diese vom Immunsystem erkannt und unschädlich gemacht.

Als beste Zeit für eine FSME-Impfung gilt der Winter, da die Zecken dann kaum aktiv sind und der Körper im Frühjahr geschützt ist. Prinzipiell kann mit einer Grundimmunisierung aber jederzeit begonnen werden.

Insgesamt sind für den Impfschutz drei Injektionen erforderlich. Die ersten beiden verabreicht man im Abstand von ein bis drei Monaten.

Nach neun bis zwölf Monaten folgt dann die dritte Injektion, die die Grundimmunisierung abschließt. Dadurch ist der Körper für mindestens drei Jahre geschützt. Damit der Impfschutz auch nachhaltig ist, wird empfohlen, alle drei bis fünf Jahre eine Auffrischimpfung vornehmen zu lassen.

Schnelle Grundimmunisierung

Es besteht aber auch die Möglichkeit einer schnellen Grundimmunisierung. Diese kann sinnvoll sein, wenn man in einem Risikogebiet Urlaub machen will. Die Immunisierung erfolgt innerhalb von ein bis zwei Monaten.

Nebenwirkungen

Der Nachteil an einer FSME-Impfung ist, dass dabei die Gefahr von Nebenwirkungen besteht. Diese reichen von

  • leichten Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle über
  • leichtes Fieber bis hin zu
  • erheblichen neurologischen Schäden,

was jedoch nur äußerst selten vorkommt. Kinder unter sechs Jahren sollten generell nicht gegen FSME geimpft werden.

Borreliose

Bislang noch keinen Impfschutz gibt es gegen Borreliose. Nach wie vor forscht man an der Entwicklung eines Impfschutzes für Menschen. Immerhin ist Borreliose mit Medikamenten gut behandelbar. Im Gegensatz zu Menschen können Hunde gegen Borreliose geimpft werden.

Schutz vor Zecken

Vorbeugen gegen Zeckenbiss

Da es gegen Borreliose keine Impfung gibt, sollte man andere Schutzmaßnahmen gegen Zecken ergreifen

Nahaufnahme Zecke in Haut
Zecke © Stefan Schejok - www.fotolia.de

Die Infektionskrankheit Borreliose und auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch Zecken übertragen. Doch kann eine Impfung nur gegen die FSME als Vorbeugung dienen. Der wirksamste Schutz gegen die Zecken ist, wenn man durch Wald und Wiesen wandert oder mit dem Fahrrad fährt, enge lange Hosen anzuziehen und auch ein Insekten-Spray hilft.

Bleibt nach einem Zeckenbiss nach einigen Tagen ein roter Fleck, sollte ein Arzt aufgesucht werden

Nach der Rückkehr vom Ausflug sollte man den Körper gründlich untersuchen, ob sich nicht irgendwo eine Zecke in der Haut verfangen hat. Wenn dies der Fall sein sollte, so gibt es spezielle Pinzetten, mit der man die Zecke vollständig entfernen soll. Anschließend die Stelle desinfizieren. Sollte ein roter Fleck um die Einstichstelle in den nächsten Tagen noch zu sehen sein, besser einen Arzt aufsuchen.

In Norddeutschland sind etwa 10 Prozent der Zecken mit dem Borreliose-Erreger infiziert, in Mittel- und Süddeutschland sogar ein Drittel. Bei einer Infektion treten Symptome wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Gelenkentzündungen sowie geschwollene Lymphknoten auf. Gegen eine Borreliose-Erkrankung werden dann Antibiotika eingesetzt, so dass eine vollständige Heilung möglich ist.

Erhöhte Zeckengefahr in Deutschlands Parkanlagen

Die Außentemperatur-Marke von acht Grad Celsius wurde offiziell überschritten, was für listige Zecken derzeit so viel heißt wie: ran an den Speck. Vom Winter ausgezehrt und hungriger als je zuvor, lauern sie im Gestrüpp, in hohen Gräsern, Farnen und im Unterholz auf ihre Opfer. Sie übertragen verschiedene Krankheitserreger, die Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Babesiose auslösen können.

Nehmen sie Zeckenbisse daher unbedingt ernst und tun sie sie keineswegs leichtfertig ab. Jährlich erkranken 60.000 Menschen an der Lyme-Borreliose, eine Infektionskrankheit, die jedes Organ, das Nervensystem, die Gelenke und das Gewebe befallen kann. Auf Zeckenschutzmittel aus der Drogerie ist laut Untersuchungen keinerlei Verlass, daher ist es besonders wichtig, den Körper nach Spaziergängen in Park oder Wäldern gründlich nach Zecken abzusuchen. Eine Schutzimpfung gegen FSME wird dringend empfohlen.

Im Sommer sind auch die Zecken wieder aktiv

Sommerzeit ist Zeckenzeit: So schützen Sie sich richtig

Zecke in Haut vom Menschen festgesaugt, Gefahr von Meningitis
zecke © Maria.P. - www.fotolia.de

Wenn es zum sommerlich warm wird, so werden auch die Zecken, wobei in Europa der Gemeine Holzbock die häufigste Art ist, aktiv. Wer also sich auch beruflich viel in der freien Natur aufhalten muss, der sollte hierbei auch an die Schutzimpfung gegen die Infektionskrankheit FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) denken, was besonders für die Risikogebiete gilt.

Bisher gibt es noch keine Medikamente, die nach einer Infektion helfen können, wie auch das Deutsche Grüne Kreuz in Leipzig mitteilt. Im letzten Jahr waren in Baden-Württemberg 146 und in Bayern 130 FSME-Fälle gemeldet worden. Die meisten Fälle traten im Jahr 2006 in Baden-Württemberg mit 281 auf.

Vorkehrungen

Ob in diesem Jahr, nach dem strengen Winter, mit einer Zeckenplage zu rechnen ist, können auch Experten nicht sagen. Aber besser ist es sich grundsätzlich davor zu schützen, das heißt wer durch Wald und Wiesen wandert, sollte lange Hosen und eine Kopfbedeckung tragen. Wer sich eine Zecke "eingefangen" hat, sollte diese mit einer speziellen Pinzette entfernen.

Sicher vor Zecken - so schützt man sich richtig

Rotes Warnschild an einem Feld-/Waldweg mit der Aufschrift "Achtung Zecken!"
Achtung © bluedesign - www.fotolia.de

Wer im Wald oder hohen Gräsern unterwegs ist, soll sich im Sommer gut vor Zecken schützen. Am besten ist lange Bekleidung, die die Haut gut bedeckt. Festes Schuhwerk ist ebenfalls von Nutzen. Um ganz sicher zu gehen, sollte der Hosensaum in die Socken gesteckt werden, damit sich die Zecken keinen Weg bahnen können. Wieder zuhause angekommen, sollte man seinen Körper und auch die Kleidung gezielt nach Zecken absuchen. Bevorzugte Stellen, an denen sich die Zecken festsaugen, sind Arme und Beine, Achselhöhlen oder Kniekehlen, sowie der Kopf und die Leistengegend.

Zecken sind bekannt dafür, dass sie Krankheitserreger übertragen können. So ist eine Erkrankung an Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis möglich. Eine Impfung ist aber nicht gegen Borreliose, sondern nur gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis möglich. Befolgt man die Tipps der Niedersächsischen Landesforsten in Braunschweig, kann eine Erkrankung aber vermieden werden.

FSME: Rechtzeitig mit der Impfung starten!

Zwei Hände ziehen eine Spritze mit einem Impfwirkstoff auf
Injection © DXfoto.com - www.fotolia.de

Wenn das Thermometer nach oben klettert und die Gräser wachsen, dann haben sie Hochsaison: Zecken verstecken sich besonders gern auf Wiesen oder in Sträuchern - nicht nur auf dem Land, sondern auch beispielsweise in den Grünanlagen der bundesdeutschen Großstädte. Dabei kann schon ein einziger Biss gefährliche Krankheiten übertragen. Neben der Borreliose, gegen die aktuell noch keine Impfmöglichkeit besteht, ist hier vor allem die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME zu nennen.

Dabei sind zwar längst nicht alle Zecken Überträger der Infektion. Eine Übersicht können Landkarten mit typischen Risikogebieten liefern, die sich aktuell vor allem im Süden der Republik befinden. Wer hier wohnt oder hierher verreist, der sollte sich in jedem Fall impfen lassen.

Impfexperten empfehlen, rechtzeitig mit der Schutzmaßnahme zu beginnen: Bis zur vollständigen Immunisierung vergehen insgesamt rund fünf Wochen. Dabei müssen mehrere Impfungen innerhalb ganz bestimmter, vorgegebener Abstände verabreicht werden.

Wer sich erst nach einem Zeckenbiss impfen lässt, der kann nicht auf die gewünschte Schutzfunktion setzen.

So können sie sich vor Zecken schützen

Zecken-Warnschild mit der Aufschrift "Zecken!" im Wald unter hohen Bäumen (Fotomontage)
Zecken Schild im Wald © Schlegelfotos - www.fotolia.de

Wenn es Frühling wird, werden sie wieder aktiv: Die Zecken. Die kleinen Spinnentierchen lauern im hohen Gras, in Wäldern, Wiesen und Hecken und können gefährliche Krankheiten übertragen. Dies ist zum einen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), gegen die sich Bewohner von betroffenen Risikogebieten impfen lassen sollten. Sie ist eine Form der Gehirnhautentzündung, die unter Umständen tödlich sein kann. Gegen die Borreliose, die ebenfalls von Zecken übertragen wird, gibt es keine Impfung.

Um überhaupt den Befall von Zecken zu vermeiden, sollten einige Tipps beachtet werden. Wer sich in der Natur aufhält, sollte immer mit langen Hosen und festem Schuhwerk bekleidet sein. Dies ist vor allem wichtig, wenn man über Wiesen geht, sich im Wald oder am Waldrand aufhält. Damit man die Zecken leichter entdeckt, sollte helle Kleidung getragen werden, was ja im Sommer ohnehin angenehmer ist.

In der Apotheke sollte man sich weiterhin beraten lassen, welche Hautschutzmittel geeignet sind, um Zecken abzuwehren. Wichtig ist es auch, sich nach dem Spaziergang abzusuchen und zu duschen. Vor allem Achselhöhlen, Kniekehlen und der behaarte Kopf sind beliebte Stichstellen. wenn diese Tipps beachtet werden, so kann man sich ohne große Angst aufmachen und die Natur genießen.

Grundinformationen zu Zeckenbissen

  • Zeckenbisse - Ursachen, Symptome, Vorbeugemöglichkeiten und das richtige Entfernen einer Zecke

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Zecke © Stefan Schejok - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: ill boy with flu at home © Syda Productions - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: laboratory technician holding a blood tube test © angellodeco - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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