27. Januar 2012
Durch eine Vergiftung kann es sogar zu einem lebensgefährlichen Schock kommen. In diesem Fall ist es sehr wichtig, dessen Anzeichen rechtzeitig zu erkennen und das betroffene Kind richtig zu lagern.
Unter einem Schock versteht man das Versagen des Kreislaufs. Hervorgerufen werden kann ein solcher Schock durch eine Medikamenten- oder Nahrungsmittelvergiftung.
Bei einem Schock vermindert sich die zirkulierende Menge des Blutes in den Endorganen, was eine mangelnde Durchblutung zur Folge hat. So verteilt sich die Blutmenge so, dass zuerst die Organe, die lebenswichtig sind, wie das Gehirn, das Herz und die Lunge, Blut zugeführt bekommen, damit deren Funktionen erhalten bleiben. Dagegen fällt die Versorgung anderer Organe mit Blut, Nährstoffen und Sauerstoff geringer aus.
Da infolgedessen die Stoffwechselendprodukte nicht mehr in ausreichendem Maße aus dem Organismus abtransportiert werden können, hat dies die Ansäuerung des Blutes zur Folge.
Das Auftreten eines Schocks ist ein lebensbedrohlicher Zustand. Zu seinen Ursachen gehören neben hohem Blutverlust, schweren Infektionen und Flüssigkeitsverlust auch Vergiftungen. Auslöser des Kreislaufversagens können eine Entgleisung des Stoffwechsels aufgrund einer Arzneimittelvergiftung oder Giftstoffe von Krankheitserregern bei einer Lebensmittelvergiftung sein.
Typische Anzeichen für einen Schock sind eine blass-gräulich verfärbte Haut, kalter Schweiß, starkes Frösteln, kalte Hände und Füße, Unruhe, Verwirrtheit, Apathie sowie ein schneller und flacher Puls. Im weiteren Verlauf dämmert der Betroffene immer weiter vor sich hin und wird schließlich bewusstlos. Bei Sauerstoffmangel des Gehirns besteht die Gefahr, dass der Tod eintritt.
Kommt es bei einem Kind aufgrund einer Vergiftung zu einem Schock, sollte es angesprochen werden, um seine Bewusstseinslage zu prüfen. Ist es ansprechbar, kann man mit ihm reden, um es zu beruhigen.
Des Weiteren ist es wichtig, das Kind in Schocklage zu bringen. Dazu wird es flach auf den Rücken gelegt. Außerdem sollten die Beine 20 bis 30 Zentimeter höher positioniert werden. Das heißt, dass man eine Decke oder ein Kissen unter die Beine des Kindes legt. Auf diese Weise wird das Zurückfließen des Blutes in den Körper ermöglicht und die lebenswichtige Versorgung der Organe gewährleistet.
Um das Kind warmzuhalten, ist es ratsam, es in eine Rettungsdecke einzuwickeln. Außerdem müssen die Vitalzeichen des Kindes ständig überprüft werden. Dazu gehören Bewusstsein, Atmung und Puls. Bis zum Eintreffen des Notarztes sollte man das Kind nicht alleine lassen.
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