28. Oktober 2009
Kommt es zu einer Hypothermie, muss diese behandelt werden. Die Therapiemaßnahmen hängen dabei auch vom Stadium der Unterkühlung ab.
Bevor eine Behandlung einsetzt, muss der Betroffene vor allem aus der gefährlichen Umgebung weggebracht werden, um ein weiteres Absinken der Körpertemperatur zu verhindern. Dabei sollte der Patient so wenig wie möglich bewegt werden. Im Falle einer milden Hypothermie kann die nasse Bekleidung des Betroffenen entfernt werden. Ist der Unterkühlte bei Bewusstsein, werden ihm warme, gezuckerte Getränke verabreicht, jedoch kein Schwarzer Tee, Kaffee oder Alkohol. Anschließend kann der Patient langsam wiedererwärmt werden.
Für den Fall, dass der Betroffene bereits im Stadium der mittelgradigen Hypothermie befindlich oder gar bewusstlos ist, darf man ihn beim Entkleiden nicht bewegen. Die Aufwärmmaßnahmen müssen langsam und vorsichtig durchgeführt werden. Zudem sollte der bewusstlose Patient in eine stabile Seitenlage gebracht und mit einer warmen Decke eingehüllt werden. Hat bereits das Stadium der schweren Hypothermie eingesetzt, muss eine Herz-Lungen-Wiederbelebung erfolgen. In jedem Fall muss der Patient in ein Krankenhaus gebracht und dort weiter mit Erwärmung und gegebenenfalls mit einer Herz-Lungenmaschine behandelt werden.
Um Unterkühlungen im Freien zu vermeiden, ist das Tragen von angemessener Kleidung sowie umsichtiges Verhalten ratsam. Tauchern wird empfohlen, ab einer Wassertemperatur von 28 Grad Celsius einen Taucheranzug anzulegen. Kommt es beim Baden zu Kältegefühlen, sollte man, auch im Sommer, das Wasser schnellstens verlassen.
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