20. September 2008
Von K. Schumann
Als Pauschaltourist ist die Wahrscheinlichkeit mit Schlangen in Kontakt zu kommen eher gering. Bei einer Individual- oder Abenteuerreise sieht das hingegen schon anders aus.

Giftschlangen gibt es auf der ganzen Welt. Die Wahrscheinlichkeit auf Giftschlangen zu treffen ist allerdings im Westen der USA, in Südamerika und in tropischen Ländern am größten.
Um Schlangenbisse zu vermeiden gilt es einige wichtige Regeln zu beachten:
Wenn alle Vorsichtsmaßnahmen nichts genützt haben und Sie oder ein Mitreisender trotzdem gebissen wurden, verfallen Sie nicht in Panik. Der Betroffene sollte beruhigt und aus der Gefahrenzone entfernt werden. Passen Sie auf, dass Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr bringen.
Prägen Sie sich das Aussehen der Schlange so gut wie möglich ein. Die Identifikation der Schlange kann hilfreich bei der Diagnose und der Behandlung sein.
Der Betroffene sollte so schnell wie möglich in ein Krankenhaus gebracht werden, denn nur hier gibt es das helfende Antiserum. Jede überflüssige Bewegung des Betroffenen, die das Gift nur noch mehr im Körper verteilt, ist dabei zu vermeiden.
Erste Anzeichen eines giftigen Schlangebisses treten nach etwa 30 Minuten auf. Die betroffene Stelle schwillt an und rötet sich. Häufig schwellen die Lymphknoten der Umgebung an.
Keinesfalls darf die Wunde, wie häufig empfohlen, eingeschnitten werden. Schlangengifte haben häufig Einfluss auf das Gerinnungssystem, so dass es bei Einschneiden der Bissstelle zu starken Blutungen kommen kann. Auch die weit verbreitete Meinung das Abbinden der Wunde würde verhindern, dass sich das Gift im Körper verteilt, ist schlicht und einfach falsch. Die einzige meist negative Folge des Abbindens ist das Absterben von Gliedmaßen. Das Aussaugen der Wunde ist ebenfalls nutzlos.
Weltweit sterben jährlich etwa 100.000 Menschen an Schlangenbissen. Touristen sind davon nur selten betroffen. Meist handelt es sich bei den Bissopfern um Einheimische, die z.B. bei der Feldarbeit gebissen werden. Bei einem unbehandelten Schlangenbiss liegt die Sterblichkeit bei etwa 20%.
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