22. Oktober 2009
Nach einem Oberschenkelhalsbruch muss in den meisten Fällen eine Operation durchgeführt werden. Dadurch soll die Belastbarkeit soll schnell wie möglich wiederhergestellt werden.
Oberschenkelhalsbrüche müssen fast immer operiert werden. Mit einer Operation soll die Belastbarkeit schnell wieder ermöglicht werden, um eine längere Bettlägerigkeit zu vermeiden, bei denen älteren Menschen Komplikationen wie zum Beispiel eine Lungentzündung drohen. Dabei kommen unterschiedliche Operationsmöglichkeiten in Betracht. Angewendet werden dabei Hüftkopfzersetzende oder Hüftkopferhaltene Verfahren. Letztere werden eher bei jüngeren Menschen durchgeführt, weil sich Hüftprothesen bei größerer Aktivität und Belastung schneller wieder lockern, wodurch ein Austausch der Hüftprothese erforderlich wird.
Handelt es sich um Hüftkopfnahe Brüche, die nicht verschoben oder eingekeilt sind, kann von einer Operation abgesehen werden. Bei einer konservativen Therapie wird das betroffene Bein geschient sowie eine Schmerztherapie und krankengymnastische Behandlungen durchgeführt. Um Thrombosen vorzubeugen, werden den Patienten Spritzen in das Unterhautfettgewebe verabreicht.
Kommt es zu einer Hüftkopferhaltenen Operation wird der Bruch durch spezielle Schrauben, Metallkombinationen, Platten oder Nägel fixiert. Bei einer Verplattung oder Verschraubung muss das betroffene Bein rund zwölf Wochen lang entlastet werden. Bei der Anwendung anderer Methoden hingegen sind rasche Belastungen durchaus sinnvoll.
Bei einem Hüftkopfzersetzenden Verfahren wird das Hüftgelenk durch eine totale Endprothese (TEP) ersetzt. Diese Operationsmethode gehört zu den häufigsten Eingriffen in Deutschland. Mehr als 100.000 solcher Operationen werden hierzulande durchgeführt. Der größte Vorteil des künstlichen Hüftgelenks ist die rasche Belastbarkeit. Schon nach wenigen Tagen kann mit krankengymnastischen Übungen begonnen werden. Danach folgt eine intensive Physiotherapie zur Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur. Dabei müssen die Patienten auch wieder das Gehen und Treppensteigen üben.
Die beste Vorsorgemaßnahme gegen einen Oberschenkelhalsbruch ist die Vermeidung eines Sturzes. Dabei ist eine gut trainierte Muskulatur sehr hilfreich. Diese sollte bereits in jungen Jahren durch andauerndes Training aufgebaut werden. Durch eine kalziumhaltige Ernährung werden zudem die Knochen gestärkt und somit belastbarer. Auch Herz-Kreislaufprobleme und neurologische Erkrankungen sollten rechtzeitig behandelt werden, damit es nicht zu einem folgenschweren Sturz kommt.
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