19. Oktober 2009
In der Regel verlaufen kleinere Dammrisse ohne größere Komplikationen, sodass es keiner umfangreichen Maßnahmen für die Behandlung bedarf. Darüber hinaus gibt es einige Vorsorgemaßnahmen.
Kleine Dammrisse ersten Grades verheilen in der Regel von selbst. Größere oder tiefergehende Risse müssen jedoch genäht werden, um die Funktionstüchtigkeit des Gewebes sicherzustellen. Dammrisse dritten und vierten Grades müssen fachgerecht behandelt werden, damit es nach der Geburt nicht zu dauerhaften Beeinträchtigungen wie zum Beispiel Inkontinenz kommt. Bei Verletzungen der Muskulatur ist der Einsatz von speziellen Kompressen oder Eis zu empfehlen um Blutergüsse zu kühlen. Kommt es zu Dammrissen von Schweregrad 3 oder 4, muss auf eine geregelte Verdauung und einen weichen Stuhlgang geachtet werden.
Förderlich für die Heilung von Dammrissen sind auch kurze Sitzbäder von etwa zwei Minuten Länge. Auch elastische Ringe, die das Gewebe entlasten sowie Halt geben sind hilfreich.
Zu den Vorbeugemaßnahmen gegen einen Dammriss gehörte früher eine Epsiotomie (Dammschnitt). Dieser wird heutzutage jedoch nur noch selten durchgeführt, da ein Dammriss meist zu geringeren Verletzungen führt als ein Dammschnitt.
Stattdessen gehören Massagen des Dammgewebes, um dieses flexibler und weicher zu machen, zu den Vorbeugemaßnahmen gegen einen Dammriss. Mit diesen Massagen sollte bereits in den ersten Wochen und Monaten einer Schwangerschaft begonnen werden. Hilfreich sind dabei natürliche Öle zur Unterstützung. Um die bestmögliche Wirkung zu garantieren, sollten die Massagen ab der 34. Schwangerschaftswoche täglich ausgeführt werden.
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