12. Oktober 2011
Bei einem Beinbruch ist eine rasche medizinische Versorgung erforderlich. Er lässt sich sowohl auf konservative als auch auf operative Weise behandeln.
Kommt es zu einem Beinbruch, muss dieser so rasch wie möglich medizinisch versorgt werden. Die Therapie erfolgt zunächst stationär in einem Krankenhaus. Ob die Behandlung konservativ durchgeführt werden kann oder eine Operation nötig ist, hängt von der Art der Fraktur ab. So reicht bei geschlossenen, unverschobenen und stabilen Beinbrüchen eine konservative Therapie, bei der man das Bein in einem Gipsverband oder einer Schiene ruhig stellt, meist aus. Darüber hinaus verabreicht man den Patienten abschwellende Medikamente und Schmerzmittel. Als Alternative kommt auch das Ruhigstellen des betroffenen Beins durch Zug infrage. Die Heilungsdauer beträgt bei einer konservativen Behandlung etwa drei bis vier Monate. Damit es während der langen Ruhigstellung nicht zu einem Blutgerinnsel kommt, werden dem Patienten entsprechende Medikamente gespritzt. In manchen Fällen lässt sich eine Operation jedoch nicht vermeiden. Dazu gehören vor allem offene Beinbrüche, völlig instabile Frakturen oder Verschiebungen der Knochenfragmente. Bei einem operativen Eingriff bringt man den gebrochenen Knochen wieder in seine ursprüngliche Position zurück. Zur Fixierung wird ein Marknagel in den Markraum eingebracht. Dieses Verfahren, das als Marknagelung bezeichnet wird, erlaubt schon nach wenigen Tagen wieder eine Vollbelastung. In manchen Fällen wird auch ein so genannter Fixateur externe, ein äußerer Spanner, eingesetzt. Dabei bringt man von außen durch die Haut Stäbe ein, die für die Stabilisierung der Fraktur sorgen. Später wird der Bruch dann durch ein Metall oder einen Gipsverband versorgt.
Einem Beinbruch vorzubeugen, ist schwierig. Menschen, die sich sportlich betätigen, wird empfohlen, stets Schienbeinschützer anzulegen. Darüber hinaus sollte die Muskulatur gut trainiert werden. Wichtig ist zudem eine ausreichende Nährstoffversorgung der Knochen. Wer unter Osteoporose leidet, sollte diese so rasch wie möglich ärztlich behandeln lassen.
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