Wadenbeinbruch - Fraktur des Wadenbeins

Beim Wadenbeinbruch handelt es sich um eine Knochenfraktur des Wadenbeins. Verursacht wird ein solcher Bruch durch starke Gewalteinwirkung.

Zu einer Fibulafraktur kommt es z.B. durch Tritte beim Fußballspiel oder Verrenkungen und Umknicken des Beins

In der Medizin bezeichnet man den Bruch des Wadenbeins (Fibula) auch als Fibulafraktur. Häufig tritt ein Wadenbeinbruch zusammen mit einem Schienbeinbruch (Tibiafraktur) auf. In diesem Fall spricht man von einem Unterschenkelbruch.

Ursachen

Zusammen mit dem Schienbein (Tibia) bildet das dünnere Wadenbein, das sich an der Außenseite des Schienbeins befindet, den knöchernen Anteil des Unterschenkels. Aus verschiedenen Gründen kann es zu einer Fraktur des Wadenbeins kommen.

Fußballspieler sind risikobehaftet
Fußballspieler sind risikobehaftet

So wird ein Bruch im Schaftbereich häufig durch einen direkten Aufprall verursacht. Dabei kann es sich zum Beispiel um einen Tritt beim Fußballspielen handeln.

Zu Frakturen im Außenknöchelbereich kommt es dagegen meist durch das Umknicken oder Verrenken des Beins. Solche Brüche ordnet man in der Regel den Sprunggelenkfrakturen zu.

Ebenso ist ein Bruch des Fibulaköpfchens möglich, das sich unmittelbar am Kniegelenk befindet. Meist tritt ein solcher Bruch im Zusammenhang mit einer schweren Knieverletzung auf. Am häufigsten sind Frakturen des Wadenbeinköpfchens sowie des Außenknöchels zu verzeichnen.

Symptome und Erste Hilfe

Bemerkbar macht sich der Bruch des Wadenbeins durch starke Schmerzen an der gebrochenen Stelle. Außerdem ist der Betroffene nicht mehr in der Lage, mit dem Fuß aufzutreten. Darüber hinaus kann es zu Schwellungen und einem Hämatom (Bluterguss) kommen.

Als erste Maßnahme bei einem Wadenbeinbruch muss der Patient das betroffene Bein ruhig stellen und einen Arzt alarmieren.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose lässt sich bei einem Wadenbeinbruch rasch durch das Anfertigen von Röntgenaufnahmen stellen. Die Behandlung der Fraktur erfolgt in den meisten Fällen auf konservative Weise. Das heißt, dass das gebrochene Bein für einen Zeitraum von mehreren Wochen mit einem Gips oder einem straffen und elastischen Verband ruhig gestellt wird.

Vor allem bei Schaftbrüchen ist keine spezielle Behandlung erforderlich, was darauf zurückzuführen ist, dass der Fibulaschaft nicht zu den Kraftträgern gehört. Darüber hinaus kommt es nur äußerst selten zu nennenswerten Verschiebungen.

Treten jedoch deutliche Schwellungen auf, kann möglicherweise ein Kompartmentsyndrom vorliegen. In den meisten Fällen folgen im Anschluss an die Behandlung Rehabilitationsmaßnahmen, die zur Stärkung der Unterschenkelmuskulatur dienen.

Vorbeugung

Als Vorbeugemaßnahme gegen einen Wadenbeinbruch wird bei sportlichen Aktivitäten das Tragen von Schienbeinschützern empfohlen. Völlig auszuschließen ist eine Fibulafraktur jedoch selbst dann nicht.

Hilfreich können

  • ein guter Trainingszustand der Muskulatur sowie
  • eine ausreichende Nährstoffversorgung der Knochen

sein.

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Quellenangaben
  • Doctor Bandaging Patient's Leg © Andrey Popov - www.fotolia.de
  • Injury © Jana Lumley - www.fotolia.de
  • Female Doctor Holding Patient's Leg © Andrey Popov - www.fotolia.de
  • Ankle Injury © BVDC - www.fotolia.de
  • Splint © bignai - www.fotolia.de

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