12. Oktober 2011
Eine Analfissur ist äußerst schmerzhaft. Verursacht wird sie durch einen Einriss des Analkanals.
Zu einer Analfissur kann es durch verschiedene Faktoren kommen. In den meisten Fällen sind mechanische Einflüsse für einen Einriss des Analkanals verantwortlich. Dazu gehören zumeist harter Stuhl infolge einer längeren Verstopfung oder starkes Pressen. Begünstigt werden Analfissuren auch durch chronischen Durchfall oder Hämorrhoiden. Gelegentlich kann ein Analriss auch durch eine Grunderkrankung wie beispielsweise Morbus Crohn, verursacht werden. In diesem Fall spricht man von einer sekundären Analfissur. Auch ungewöhnliche Sexualpraktiken wie Analverkehr, Fisting oder das Einführen von Gegenständen können zu einem Einriss des Analkanals führen.
Der Verlauf einer Analfissur ist in der Regel positiv. Im Falle einer akuten Fissur genügt meist eine Selbstbehandlung durch den Patienten, indem er seinen Stuhlgang reguliert. So kann sich der Analkanal durch die Zufuhr von ausreichend Flüssigkeit und Ballaststoffen wieder von selbst dehnen. Kommt es jedoch zu einer chronischen Analfissur mit ausgeprägten narbigen Veränderungen oder sogar zur Bildung einer Fistel, muss meist ein operativer Eingriff vorgenommen werden.
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