15. Oktober 2009
Kommt es zu einem akustischen Trauma sollte schnell ein Arzt aufgesucht werden, um die richtige Behandlung einzuleiten. Denn je schneller eine Behandlung begonnen wird, desto besser sind die Aussichten auf Heilung.
Besonders nach dem Erleiden eines Explosionstraumas sollte rasch ein HNO-Arzt aufgesucht werden, um eine Überdruckbehandlung in einer Druckkammer einzuleiten. Nach dieser Hyperbaren Sauerstofftherapie können eventuelle Verletzungen im Mittelohr mit einer Operation behandelt werden.
Wenn Verdacht auf Riss der runden Fenstermembrane, die sich zwischen dem Mittel- und dem Innenohr befindet, besteht, wird rasch eine Tympanoskopie vorgenommen. Dabei werden beide Fenster, die zum Innenohr führen, abgedeckt.
Alle weiteren akustischen Traumata werden genauso wie ein Hörsturz therapiert. Dabei werden den Betroffenen Infusionslösungen, die durchblutungsförderne Mittel sowie hochdosiertes Kortison enthalten, verabreicht. Diese Therapie dauert maximal zwei Wochen. In manchen Fällen kann Kortison auch direkt in das Innenohr gegeben werden.
In rund 75 Prozent aller Fälle erholt sich Ohr nach einem Explosionstrauma wieder. Bei 40 Prozent aller Trauma-Betroffenen bleiben jedoch trotz Therapie lästige Ohrengeräusche.
Um ein akutes Lärmtrauma zu verhindern, empfiehlt es sich als vorbeugende Maßnahme, starke Lärmquellen wie Discotheken oder laute Rockkonzerte zu meiden.
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