15. Oktober 2009
Für das Laufen und Gehen ist die Achillessehne von größter Bedeutung für den Menschen. Kommt es zu einem Riss, muss so schnell wie möglich eine Behandlung erfolgen.
Obwohl nach einem Achillessehnenriss die Schmerzen rasch nachlassen und es nur zur einer geringen Anschwellung der verletzten Region kommt, ist es von großer Wichtigkeit rasch mit einer Therapie zu beginnen. Als Erste-Hilfe-Maßnahme wird das Kühlen der Fersenregion mit Eis empfohlen. Auftreten auf das verletzte Bein sollte möglichst vermieden werden.
Ziel der Therapie ist die Wiederherstellung der vollen Funktionsfähigkeit und Belastbarkeit der Sehne. Dazu kann eine konservative oder eine operative Behandlung zum Einsatz kommen.
Während in früheren Jahren der betroffene Fuß mit einem Gips für mehrere Wochen ruhig gestellt wurde, benutzt man heute eher die funktionelle Therapie. Dafür verwendet man Spezialschuhe, die mit einer unbiegsamen Zunge sowie einer speziellen Fersenerhöhung versehen sind. Dadurch kann der Patient den Fuß bereits wieder nach einigen Tagen voll belasten, ohne den Heilungsprozess zu stören. Die Dauer der Heilung beträgt im Normalfall mindestens sechs Wochen.
Eine konservative Therapie sollte so schnell wie möglich beginnen, um einen optimalen Heilungsprozess zu ermöglichen. Zunächst erfolgt eine Ultraschalluntersuchung, um sicherzustellen, dass die Rissenden wieder Kontakt zueinander herstellen können. Ist dies der Fall heilen die Rissenden wieder, ähnlich wie zusammenwachsende Haut nach einem Schnitt.
Dabei sind regelmäßige ärztliche Kontrollen erforderlich. Etwa sechs bis acht Wochen nach der Ruptur lässt sich der Fuß im Normalfall wieder ganz belasten.
Bei einer operativen Behandlung werden die gerissenen Sehnenenden wieder zusammengenäht. Dazu erfolgt ein sechs bis acht Zentimeter langer Schnitt über der Sehne und die Öffnung des Sehnenschlauchs. Mit speziellen Nahtmaterialien wird die Achillessehne zusätzlich durchflochten, damit die mechanische Festigkeit erhöht wird.
Nach erfolgter Operation wird der betroffene Fuß ein paar Tage lang mit Gips ruhig gestellt. Wenn die Wunde verheilt ist, kann eine frühfunktionelle Behandlung begonnen werden. Diese Behandlung ist für die Rehabilitation besonders wichtig, damit die Belastbarkeit und die Funktionstüchtigkeit der Sehne wiedererlangt werden kann. Bei normalem Heilungsverlauf erfolgt nach drei Wochen eine krankengymnastische Behandlung. Nach sechs bis acht Wochen kann auf Schienen oder Spezialschuhe verzichtet werden. Danach bedarf es eines speziellen Trainings, damit die Wadenmuskulatur wieder gestärkt wird.
Um einem Achillessehnenriss vorzubeugen, empfiehlt es sich extrem schnelle, unvermittelt starke Belastungen des Fußes zu vermeiden. Menschen, die bislang wenig Sport betrieben haben, sollten für regelmäßiges Training sorgen, da mangelnde Fitness einen Achillessehnenriss begünstigt. Wichtig ist auch das ausreichende, sorgfältige Aufwärmen vor einer sportlichen Aktivität.
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