21. September 2011
Die Augenärzte treffen sich vom 29. September bis zum 2. Oktober in Berlin auf dem 109. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und werden dort auch über das Thema Alzheimer und Multiple Sklerose diskutieren. So soll über eine Augenuntersuchung schon frühzeitig eine degenerative Erkrankung, wie Morbus Alzheimer und Multiple Sklerose erkennbar sein, weil die Netzhaut krankhafte Veränderungen des Zentralen Nervensystems (ZNS) widerspiegelt.
Da sich bei den meisten Krankheiten auch die Zellen und deren Bestandteile lange bevor die eigentlichen Symptome auftreten verändern, so kann man dies mittels der modernen bildgebenden Verfahren auch sichtbar machen. Wenn man also eine Erkrankung auch rechtzeitig erkennt, so sind die Chancen einer erfolgreichen Therapie auch besser. Bisher erfolgt die schwierige Diagnose für Morbus Alzheimer mit Hilfe einer Computer- oder Magnetresonanztomographie, wobei hierbei das Gehirn untersucht wird. Ein typisches Merkmal für die Alzheimer-Erkrankung sind Ablagerungen des Eiweiß Beta-Amyloid in den Nervenzellen des Gehirns. Aber dieses Protein haben die Mediziner auch verstärkt in der Netzhaut und Linse des Auges gefunden. Bei der Diagnose der Multiplen Sklerose (MS) wird eine diesbezügliche Augenuntersuchung schon seit längerer Zeit gemacht.
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