4. November 2009
Als Vorsorgeuntersuchungen bezeichnet man medizinische Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten. Auf diese Weise lassen sich gesundheitliche Störungen oder beginnende Erkrankungen rechtzeitig feststellen und behandeln.
Ziel und Zweck von Vorsorgeuntersuchungen oder medizinischen Früherkennungsmaßnahmen ist es, gesundheitliche Probleme oder Störungen frühzeitig zu erkennen, bevor es durch diese zu schweren Erkrankungen kommt. Bei vielen Erkrankungen ist eine Früherkennung von großer Bedeutung, da die Heilungschancen umso größer sind, je früher eine Krankheit erkannt wird. Daher wird auch gesunden Menschen empfohlen, regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen oder Screenings teilzunehmen. Als Screening bezeichnet man Reihenuntersuchungen, um bei möglichst vielen Menschen das Risiko für bestimmte Erkrankungen zu ermitteln oder eine umfassende Untersuchung von einzelnen Menschen, um bestimmte Krankheiten nachzuweisen oder auszuschließen.
Die Geschichte der Vorsorgeuntersuchungen reicht zurück bis in das Mittelalter, als der Wunsch entstand, mehr über die Entstehung von Krankheiten zu erfahren. Aber erst mit dem Aufschwung der medizinischen Grundlagenwissenschaften kam es zu einem besseren Verständnis von Krankheiten, was im Laufe der Jahre dazu führte, nicht mehr auf den Ausbruch einer Erkrankung warten zu müssen. Durch das Entstehen der Pränataldiagnostik beispielsweise, wurde es möglich, bereits während der Schwangerschaft bestimmte Erkrankungen bei einem ungeborenen Kind festzustellen und Gegenmaßnahmen zu treffen.
Um gezielte Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern durchzuführen, wurde ein Vorsorgeprogramm, das mehrere Stufen von U1, unmittelbar nach der Geburt, bis J1 für zwölf-fünfzehnjährige umfasst, eingeführt. Dabei untersuchen Kinder- und Jugendärzte Babys, Kinder und Jugendliche auf ihre physische, psychische und motorische Entwicklung, auf Gewicht und Größe. Von besonderer Bedeutung sind auch Vorsorgeuntersuchungen bei Krebserkrankungen. So gibt es spezielle Früherkennungsuntersuchungen für Magen- oder Darmkrebs, Brust-oder Unterleibskrebs, Prostatakrebs oder Hautkrebs. Erst vor kurzem wurde ein Hautkrebs-Screening für Menschen über 35 Jahre eingeführt.
Vorsorgeuntersuchungen bzw. Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten sind in Deutschland gesetzlich verankert. Jeder gesetzlich Krankenversicherte, ab einem Alter von 35 Jahren, hat das Recht sich in einem Abstand von zwei Jahren regelmäßig gründlich untersuchen zu lassen. Die Kosten dafür werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Zu einer solchen Untersuchung zählen eine Befragung über die Krankengeschichte, eine Ganzkörperuntersuchung, das Messen des Blutdrucks, eine Untersuchung des Urins sowie Untersuchungen des Blutzucker- und Cholesterinspiegels. Kommt es dabei zu auffälligen Befunden, werden weitere Untersuchungen durchgeführt. Allerdings können nicht immer alle Krankheiten bei einer Vorsorgeuntersuchung erfasst werden. So kann es zu falsch-negativen oder falsch-positiven Befunden kommen.
Eine weitere Form von Vorsorgeuntersuchungen sind Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, die zur Vorbeugung oder Früherkennung von Berufskrankheiten oder arbeitsbedingten Erkrankungen vorgenommen werden. Diese müssen vom Arbeitgeber ermöglicht und bezahlt werden.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
HEUTE | |
![]() | VORSORGEUNTERSUCHUNGEN |
![]() | VORSORGEUNTERSUCHUNGEN |
10.02.12 | |
![]() | VORSORGEUNTERSUCHUNGEN |
09.02.12 | |
![]() | VORSORGEUNTERSUCHUNGEN |
07.02.12 | |
![]() | VORSORGEUNTERSUCHUNGEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Vorsorgeuntersuchungen Forum


Gesundheitserziehung ist hinsichtlich der Prävention vermeidbarer Erkrankungen von höchster Bedeutung. Ein geeig...