4. November 2009
Als Vaterschaftsnachweis oder Vaterschaftstest bezeichnet man ein erbbiologisches Verfahren zum Nachweis einer möglichen Vaterschaft. Dabei unterscheidet man zwischen einem Vaterschaftstest und einem Vaterschaftsgutachten.
Zweck eines Vaterschaftsnachweises, der auch als Paternitätsnachweis oder als Vaterschaftstest bezeichnet wird, ist die Klärung einer Vaterschaftsfrage. Er wird angewendet, wenn die Frage besteht, ob ein bestimmter Mann auch der Vater eines bestimmten Kindes ist, weswegen einige erbbiologische Untersuchungen erfolgen. Bei einem Vaterschaftstest wird eine Vaterschaft entweder mit hoher Wahrscheinlichkeit bestätigt oder mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen. Ein solcher Test kann heutzutage leicht und ohne allzu großen Kostenaufwand durchgeführt werden.
Bei einem Vaterschaftsnachweis unterscheidet man zwischen einem Vaterschaftstest und einem Vaterschaftsgutachten. Bei einem Vaterschaftstest wird der Vaterschaftsnachweis in den meisten Fällen juristisch nicht anerkannt. Allerdings kann ein Vaterschaftstest in manchen Fällen einen Rechtsstreit zur Folge haben, der vor Gericht endet, was letztlich zu einem Vaterschaftsgutachten führen kann. Wird ein Vaterschaftstest heimlich durchgeführt, ohne Wissen der Mutter, verletzt er die Persönlichkeitsrechte der Mutter und des Kindes. Aus diesem Grund lehnen seriöse Institute heimliche Vaterschaftsnachweise ab. Untersucht werden bei einem Vaterschaftstest in erster Linie Zellen der Schleimhaut, Blut oder Haare. Im Idealfall liegt die Sicherheit bei einem Vaterschaftstest bei 99,99 Prozent, was einem Gutachten entsprechen würde. Die Kosten für einen solchen Test liegen zwischen 400 und 1.100 Euro. Der Vorteil eines Vaterschaftstests liegt darin, dass er ohne ein langwieriges Gerichtsverfahren Klarheit schafft.
Bei einem Vaterschaftsgutachten muss, im Gegensatz zum Vaterschaftstest, die Identität der betroffenen Personen durch Vorlage des Personalausweises oder eines Fingerabdruckes überprüft werden. Bei Kindern müssen die Geburtsurkunde sowie ein Finger- oder Fußabdruck vorgelegt werden. Zudem müssen alle beteiligten Personen mit dem Vaterschaftstest einverstanden sein. Um eine Sicherheit von 99,99 Prozent zu gewährleisten, werden Blutproben für die Untersuchung entnommen. Ein Vaterschaftsgutachten ist jedoch erheblich teurer als ein Vaterschaftstest und kostet ca. 1450 Euro.
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