Vaterschaftsnachweis

Der Paternitätsnachweis wird auch Vaterschaftstest genannt

Beim Vaterschaftsnachweis wird eine Reihe erbbiologischer Untersuchungen vorgenommen, mit deren Hilfe eine Vaterschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden kann. Der Vaterschaftstest ist heute einfach und kostengünstig durchführbar.

Viele Glasröhrchen oder Reagenzgläser in Reihe, eines mit roter Flüssigkeit, für Experimente o.ä., heller Hintergrund
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Einteilung der Kategorie Vaterschaftsnachweis

Ein Vaterschaftsnachweis (auch als Vaterschaftstest oder Paternitätsnachweis bezeichnet) erfolgt durch eine Reihe erbbiologischer Untersuchungen, die die Frage klären sollen, ob ein bestimmter Mann der Vater eines bestimmten Kindes sein kann. Diese Untersuchung wird auch als Abstammungsnachweis bezeichnet.

Nach dem Test kann die Vaterschaft entweder mit Sicherheit ausgeschlossen werden, oder es können Angaben darüber gemacht werden, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Vaterschaft vorliegt.

Geeignete Proben

Zunächst einmal braucht man Proben von dem Mann und dem Kind, eine Probe der Mutter ist zwar nicht unbedingt erforderlich, erhöht aber die Genauigkeit des Tests. Am besten eignen sich

können verwendet werden. Sogar

können die benötigte DNA liefern.

Prinzip und Durchführung des Tests

Basierend auf den Regeln der Vererbungslehre trägt das Kind jeweils die Hälfte der genetischen Merkmale von der Mutter und vom Vater – also erstellt man das genetische Profil des Vaters und vergleicht dieses mit dem des Kindes.

Ausschlaggebend dafür ist die unverwechselbare Länge und Kombination eines Sequenzmotivs auf der DNA. Im Labor wird die Anzahl der Wiederholungen bestimmt und somit die Wahrscheinlichkeit berechnet.

Der richtige Zeitpunkt

Ein Vaterschaftsnachweis ist schon während der Schwangerschaft möglich, weil dabei aber die erhöhte Gefahr einer Fehlgeburt besteht, wird der Test nur durchgeführt, wenn aus anderen Gründen eine Fruchtwasserspiegelung vorgenommen wird.

Seit 2003 hat sich ein Verfahren durchgesetzt, das mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,9 Prozent die Vaterschaft bestimmen kann.

Angewandte Methoden

Zu den unterschiedlichen Methoden des Vaterschafstnachweises gehören

  • Blutgruppentests
  • serologischen Gutachten
  • anthropologisch-erbbiologischen Gutachten und die
  • DNA-Analyse

Beim Blutgruppentest werden die Blutgruppen von Kind, Mutter und vermutlichem Vater ermittelt und somit bestimmte Ergebniskombinationen ausgeschlossen. Das serologische Gutachten schließt weitere Bestandteile des Blutes mit in die Analyse ein, wie etwa weitere Proteine.

Das anthropologisch-erbbiologischen Gutachten gilt als veraltet; hierbei wurden äußere Merkmale wie Augen-, Haar- und Hautfarbe sowie die Kopfform etc. mit eingebunden. Und schließlich gibt es die DNA-Analyse, die als sicherste und modernste Art gilt und bereits vorgeburtlich durchgeführt werden kann.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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