12. November 2009
Als Stuhluntersuchung bezeichnet man in der Medizin eine Untersuchung des menschlichen Kots. Auf diese Weise lassen sich verschiedene Erkrankungen des Darms feststellen.
Zweck einer Stuhluntersuchung ist die Überprüfung von menschlichem Kot auf eventuelle Krankheitserreger oder die Beimengung von Blut.
Als Stuhl oder Kot bezeichnet man das Endprodukt der Verdauung. Kot setzt sich aus unverdauten Bestandteilen der Nahrung, aus Darmschleimhautzellen, Verdauungssäften sowie aus Bakterien zusammen.
Im Rahmen einer Stuhluntersuchung wird der Kot auf seine Konsistenz (Beschaffenheit), sein Gewicht, seine Farbe und seinen Geruch geprüft. Ebenso kann eine gezielte Untersuchung nach Bakterien wie Salmonellen, Campylobacter, Shigellen und Yersinien vorgenommen werden. Weiterhin wird der Stuhl nach möglichen Blutbeimengungen untersucht, denn während Bakterien auch in einem gesunden Darm vorkommen, lassen Blutbeimengungen im Stuhl meist auf Erkrankungen schließen. So können hellrote Auflagerungen oder Beimischungen auf Blutungen im unteren Abschnitt des Darms hinweisen. Schwarzer Stuhl oder Teerstuhl wird hingegen durch Blutungen aus dem oberen Magen- und Darmtrakt verursacht. Eine weitere Variante ist so genanntes okkultes Blut oder verstecktes Blut, das durch bloßes Sehen nicht zu erkennen ist und erst mit einem Hämoccult-Test nachgewiesen werden kann.
Mit Hilfe einer Stuhluntersuchung können Hinweise auf verschiedene Krankheiten wie Durchfallerkrankungen, die von Viren, Bakterien oder Parasiten verursacht werden, Darmpolypen, Darmdivertikel, Störungen des Galleabflusses, vermehrte Fettausscheidung sowie Darmkrebs geliefert werden.
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14.06.11 | |
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