8. September 2009
Bei Verdacht auf bestimmte Erkrankungen oder Veränderungen von Harnleiter und Nierenbecken wird eine retrograde Ureteropyelographie durchgeführt. Dabei müssen im Vorfeld einige Dinge beachtet werden.
Im Vorfeld einer retrograden Ureteropyelographie muss beachtet werden, dass die zu untersuchende Person Medikamente gegen Blähungen erhält, da ansonsten, durch die Luft im Darm, die Aufnahmen beeinträchtigt werden könnten. Einige Stunden vor der Untersuchung darf der Patient nichts essen oder trinken und muss nüchtern erscheinen. Des Weiteren müssen mögliche Kontrastmittel-Allergien abgeklärt werden. Besteht eine erhöhte Blutungsneigung oder eine Schwangerschaft, sollte die Untersuchung nicht durchgeführt werden.
Zu Beginn der retrograden Ureteropyelographie legt sich die zu untersuchende Person in Steinschnittlage auf den Untersuchungstisch. Die Beine werden, wie bei einer gynäkologischen Untersuchung, angewinkelt und gespreizt. Eine Narkose ist in der Regel nicht erforderlich, aber der Patient erhält ein Beruhigungs- oder Schmerzmittel. Nachdem die äußeren Geschlechtsorgane abgewaschen und steril abgedeckt wurden, wird ein betäubendes Gleitmittel in die Harnröhre eingelassen. Danach folgt ein Zystoskop, ein Gerät zur Blasenspiegelung, mit dem die Harnröhre, die Harnblase sowie die Mündungen des Harnleiters untersucht werden. Das Zystoskop führt dann über einen Arbeitskanal einen Schlauch, der über eine abgerundete Spitze verfügt, in den Harnleiter ein. Über den Schlauch erfolgt die Füllung von Harnleiter und Nierenbecken mit dem Kontrastmittel. Nachdem sich das Kontrastmittel verteilt hat, erfolgt die Aufnahme der Röntgenbilder. Für den Fall, dass das Nierenbecken durch einen Nierenstein verstopft wird, kann dieses durch einen Harnleiterkatheter entlastet werden, was zur Schmerzfreiheit des Patienten führt.
Wie bei jeder Untersuchung dieser Art, kann es auch bei der retrograden Ureteropyelographie zu Komplikationen kommen. So können Verletzungen der Nieren, der Blase oder des Harnleiters entstehen. In manchen Fällen kommt es auch zu Blutungen oder Harnwegsentzündungen.
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