6. Oktober 2011
Zur frühzeitigen Erkennung von Prostatakrebs ist eine Prostatauntersuchung sehr wichtig. Allerdings kann die rektale Tastuntersuchung recht unangenehm sein.
Ein Problem ist, dass viele Männer aus Scham lieber auf eine Prostatauntersuchung verzichten. Vor allem die rektale Tastuntersuchung ist ihnen sehr peinlich. Diese ist jedoch überaus wichtig, um Veränderungen der Prostata erkennen zu können.
Vor der Untersuchung der Prostata führt der Arzt mit dem Patienten ein ausführliches Gespräch über Beschwerden und mögliche Vorerkrankungen. Dann erfolgt die so genannte digitale rektale Untersuchung (DRU) des Geschlechtsorgans. Der Arzt versieht einen seiner Zeigefinger mit einem Fingerling aus Gummi und einem Gleitmittel und führt diesen dann in den After des Patienten ein. Auf diese Weise können die Beschaffenheit der Prostata und mögliche Veränderungen wie Knoten ertastet werden. Damit die rektale Untersuchung möglichst problemlos verläuft, sollte sich der Patient entspannen. Während der Prozedur liegt der Untersuchte meist mit angezogenen Beinen seitlich auf einer Liege. Er kann sich aber auch mit dem Oberkörper über einen Tisch oder eine Liege beugen. Der Arzt prüft dann die Form der Vorsteherdrüse und ob möglicherweise Schmerzen auftreten. Bei gesunden Männern sollte dies jedoch nicht der Fall sein.
Ergibt die digitale rektale Tastuntersuchung Auffälligkeiten, erfolgt eine transrektale Ultraschalluntersuchung (TRUS). Mit diesem Verfahren lassen sich Veränderungen der Prostata besser beurteilen. Liegt Verdacht auf Prostatakrebs vor, wird eine Prostatabiopsie vorgenommen, bei der man mit einer dünnen Nadel eine Gewebeprobe des Organs entnimmt. Anschließend analysiert man die Probe gründlich in einem Labor.
Bei einem PSA-Test entnimmt man dem Untersuchten etwas Blut, um dann die Konzentration des Prostataspezifischen Antigens zu überprüfen. Die Methode kommt bei Prostatakrebs auch zur Verlaufsbeurteilung der Erkrankung zur Anwendung. Allerdings werden die Kosten für den PSA-Test von den Krankenkassen nicht übernommen, sodass sie aus eigener Tasche bezahlt werden müssen.
Größere Risiken bei einer digitalen rektalen Prostatauntersuchung oder einer transrektalen Ultraschalluntersuchung bestehen nicht. Diese Methoden können für den Untersuchten jedoch recht unangenehm sein. Im Rahmen einer Prostatabiopsie besteht die Möglichkeit von kleineren Verletzungen. Manchmal kann es auch zu Blutungen oder einer Prostatitis (Prostataentzündung) kommen.
Wichtig ist es auf jeden Fall für jeden Mann.
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23.05.12 | |
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