29. Oktober 2009
Als Prostatabiopsie bezeichnet man in der Medizin eine Gewebeentnahme aus der Prostata (Vorsteherdrüse). Die Untersuchung dient zur Früherkennung von Prostatakrebs.
Zweck einer Prostatabiopsie ist die Entnahme von kleinen, fadendünnen Gewebeproben aus der Vorsteherdrüse (Prostata). Als Prostata bezeichnet man ein kugelförmiges Organ des Mannes. Die Vorsteherdrüse, die ein Gewicht von ca. zehn bis zwanzig Gramm hat, befindet sich unter der Blase und umgibt die Harnröhre. Die Prostata produziert einen Großteil der Samenflüssigkeit und zahlreiche Enzyme, die darin vorkommen. Dabei werden die Samenfäden der Hoden mit der Samenflüssigkeit gemischt und anschließend aktiviert.
Bei einer Prostatabiopsie unterscheidet man zwischen einer Stanzbiopsie und einer Aspirationsbiopsie. Im Fall einer Stanzbiopsie kommt es zu einer Stanzung von ca. fünfzehn Millimeter langen Stücken der Prostata. Dafür wird eine Hohlnadel mit einer Innennadel verwendet, die einen kompletten Gewebeverband entnehmen kann. Die vormals verhältnismäßig dicken Nadeln haben mittlerweile nur noch einen Durchmesser von einem knappen Millimeter.
Die zweite Methode ist die Aspirationsbiopsie, bei der einzelne Zellen abgesaugt werden. Die seit 1930 angewendete Methode erfolgt sei 1960 durch den After. Der Vorteil der Aspirationsbiopsie liegt in der dünneren Nadel, allerdings lässt sich die Gewebeprobe schlechter beurteilen. Daher wird die Aspirationsbiopsie in Deutschland nur noch selten angewendet.
Durchgeführt wird eine Prostatabiopsie zur Früherkennung von Prostatakrebs sowie zur Diagnose eines gutartigen Prostatasyndroms. Dabei wird das entnommene Gewebe der Prostata in einem Labor mikroskopisch untersucht.
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