Pleurapunktion

Punktion der Pleurahöhle, wenn Flüssigkeit in den Spalt zwischen Brustwand und Lunge gelangt ist

Der Arzt punktiert bei einer Pleurapunktion die spaltförmigen Räume zwischen dem Lungenfell, dem Zwerchfell und dem Rippenfell (Pleurahöhle), um gesammelte Flüssigkeit abzulassen. Im Anschluß wird eine Röntgenuntersuchung durchgeführt.

Anatomie - Grafik der menschlichen Lunge
menschliche lunge © sebastian kaulitzki - www.fotolia.de

Einteilung der Kategorie Pleurapunktion

Mit Hilfe der Pleurapunktion wird die Ursache eines Pleuraergusses geklärt. Ein Pleuraerguss ist eine Flüssigkeitsansammlung im Spalt zwischen der Brustwand und der Lunge.

Anwendungsbereiche

Es gibt verschiedene Gründe für die Entstehung eines Pleuraergusses. Dies kann

sein, ebenso aber auch

Die Symptome eines Pleuraergusses sind Atemnot mit Schmerzen beim Atmen und ein Beklemmungsgefühl in der Brustgegend.

Durchführung

Zur eindeutigen Feststellung des Pleuraergusses wird die Pleurapunktion vorgenommen, um eine Probe zu entnehmen und die Flüssigkeitsansammlung abzulassen. Der Patient sitzt während der Untersuchung und lehnt sich an die Arzthelferin oder stützt sich vorne selbst ab.

Unter sonographischer Kontrolle sucht der Arzt den Einstichpunkt, desinfiziert die entsprechende Stelle und betäubt sie lokal. Der Einstich erfolgt mit einer dünnen Nadel.

Es wird nun eine geringe Menge der Flüssigkeitsansammlung entnommen und zur weiteren Untersuchung in ein Labor geschickt. Um den kompletten Pleuraerguss abzulassen und so auch dem Patienten Erleichterung zu verschaffen, wird ein Schlauch an die Einstichstelle angeschlossen.

Über die Ultraschalluntersuchung kann der Arzt dann verfolgen, wann die Flüssigkeit komplett verschwunden ist. Nach der Pleurapunktion wird die Nadel schnell herausgezogen und die Einstichstelle verbunden.

Ein bis zwei Stunden nach der Punktion wird mit einer Röntgenaufnahme kontrolliert, ob sich Luft im Brustbereich (Pneumothorax) gebildet hat. Dies müsste dann sofort behandelt werden.

Komplikationen

Zu den möglichen Komplikationen dieses Eingriffs gehören

  • Infektion
  • Nachblutungen
  • Verletzung der Lunge mit möglichem Pneumothorax
  • Verletzung von Leber oder Milz sowie ein
  • reaktives Lungenödem
Historie:
Zuletzt aktualisiert am
Erstellt am 02.05.2008
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