Bei einer Plazenta-Untersuchung (Chorionzottenbiopsie) entnimmt der Arzt dem ungeborenen Kind Bestandteile des Mutterkuchens. Mit dieser Untersuchung können fehlerhafte Erbanlagen nachgewiesen werden.
Bei einer Plazenta-Untersuchung (Chorionzottenbiopsie und Plazentabiopsie) werden Proben der Chorionzotten entnommen und untersucht. Chorionzotten sind Bestandteile des Mutterkuchens (Plazenta). Es gibt zwei Möglichkeiten der Gewebeentnahme.
Sie kann durch den Muttermund oder durch die Bauchdecke anhand einer Punktion erfolgen. Schon ab der 9. Schwangerschaftswoche kann der Frauenarzt die Chorionzottenbiopsie durchführen. Die Untersuchung erfolgt bei Frauen mit erhöhtem Risiko in der Schwangerschaft.
Gibt es zum Beispiel genetische Defekte bei den Eltern oder Verwandten, ist die Mutter älter als 35 Jahre oder liegen eventuell bei Geschwistern Stoffwechsel-Erkrankungen oder Behinderungen vor? In diesem Fall wird der Arzt zu einer Plazenta-Untersuchung raten. Mit der Untersuchung kann der Arzt auch krankhafte Veränderungen der Chromosomen feststellen.
Bei der Chorionzottenbiopsie wird Gewebe aus der Anlage des späteren Mutterkuchens entnommen. Hierbei führt der Arzt einen dünnen Katheter in die Scheide durch den Gebärmutterhals bis hin zu den Chorionzotten, die er dann entnehmen kann. Die Gewebeentnahme erfolgt durch Ultraschallkontrolle. Auch mit Hilfe einer Nadel kann der Arzt die Untersuchung durch die Bauchdecke durchführen.
Im Labor wird dann die Probe untersucht. Nach ca. 2 bis 3 Tagen liegt das Ergebnis vor. Es geht also schneller als bei der Fruchtwasseruntersuchung. Nach dem Eingriff sollte die Mutter sich schonen und auch keinen Geschlechtsverkehr haben. Es kann zu leichten Blutungen kommen. Das Risiko einer Fehlgeburt liegt bei ca. einem Prozent.
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