28. September 2011
Beim PSA-Test handelt es sich um eine Untersuchungsmethode zur Früherkennung von Prostatakrebs. Dabei misst man die Konzentration des prostataspezifischen Antigens (PSA).
Spricht man vom PSA-Test oder PSA-Screening, ist damit eine spezielle Blutuntersuchung gemeint, die zur Früherkennung von Prostatakrebs dienen soll. Gemessen wird bei dieser Prozedur die Konzentration des prostataspezifischen Antigens (PSA), da im Falle von Prostatakrebs der PSA-Wert stark erhöht ist.
Unter PSA versteht man prostataspezifisches Antigen. Dabei handelt es sich um einen Eiweißstoff, der in der Prostata entsteht. Im Falle einer Ejakulation ist das prostataspezifische Antigen im Sperma enthalten. Durch einen PSA-Test ist es möglich, die Menge des PSA, das im Blut vorhanden ist, zu messen. Im Normalfall lassen sich nur geringfügige PSA-Mengen im Blut nachweisen. Als Total-PSA-Wert gelten weniger als 2,5 ng/ml. Mit zunehmendem Alter erhöht sich allerdings der Wert. Eine Grenze von 4,0 ng/ml sollte aber nicht überschritten werden. Besteht nun der Verdacht auf Prostatakrebs, kann ein PSA-Test durchgeführt werden, um weitere Hinweise auf die Erkrankung zu erhalten. So wird der Verdacht ab einem bestimmten Grenzwert erhärtet. Kommt es zu einem erhöhten Messwert, müssen anschließend weitergehende Untersuchungen wie eine Gewebeentnahme (Biopsie) erfolgen. Oftmals führt man den PSA-Test jedoch auch ohne einen konkreten Verdacht als Suchtest durch. Auf diese Weise soll eine mögliche Prostatakrebserkrankung schon im frühen Stadium entdeckt werden.
Bislang gehört der PSA-Test jedoch noch nicht zum gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramm, da der Nutzen noch umstritten ist. So kann es auch durch andere Faktoren zu einem Anstieg des PSA-Werts im Blut kommen. Dazu gehören gutartige Vergrößerungen der Prostata, Harnwegsinfektionen, eine Prostataentzündung sowie mechanische Reizungen durch sportliche Betätigungen wie beispielsweise Fahrradfahren. Ein erhöhter PSA-Wert ist deshalb kein zwingender Hinweis auf Prostatakrebs. Entscheidend ist zudem mittlerweile nicht mehr die Höhe des PSA-Wertes, sondern ob es zu einem Anstieg kommt. So gilt ein jährlicher Anstieg von 0,75 ng/ml als bedenklich und sollte durch eine Gewebeprobe abgeklärt werden. Doch selbst ein niedriger PSA-Wert ist nicht unbedingt ein Beweis, dass keine Krebserkrankung vorliegt. Aus diesem Grund sollte der Test nach einer gewissen Zeit wiederholt werden. Empfohlen wird ein PSA-Test für Männer ab 40 Jahren. Die Befürworter des PSA-Tests weisen darauf hin, dass seit seiner Einführung ein deutlicher Rückgang der Todesrate bei Prostatakrebs zu verzeichnen ist.
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