29. Oktober 2009
Um bestimmte Erkrankungen des Augenhintergrundes diagnostizieren zu können, wird eine Ophtalmoskopie durchgeführt. Diese ist mit keinerlei Schmerzen für den Patienten verbunden.
Im Vorfeld einer Ophtalmoskopie muss beachtet werden, dass der Patient nicht an Trübungen der Hornhaut oder Blutungen im Glaskörper leidet, da sonst die Untersuchung unter Umständen unmöglich wird.
Vor Beginn der Augenspiegelung werden dem Patienten Augentropfen verabreicht, welche die Pupillen für die Dauer der Untersuchung erweitern. Für einige Stunden ist die Sehschärfe des Patienten dadurch eingeschränkt. Während dieser Zeit darf der Betroffene nicht am Straßenverkehr teilnehmen.
Für die Untersuchung gibt es zwei verschiedene technische Möglichkeiten: Die direkte Ophtalmoskopie und die indirekte Ophtalmoskopie. Bei der direkten Augenspiegelung benutzt der untersuchende Augenarzt ein so genanntes Ophtalmoskop, einen handgehaltenen, elektrischen Augenspiegel mit einer Lupe. Dabei wird das Licht des Spiegels auf bestimmte Weise in das Auge der zu untersuchenden Person gelenkt. Dadurch kann der Arzt in das Auge sehen, ohne dabei geblendet zu werden. Der Arzt geht dabei so dicht wie möglich an das Auge des Patienten heran, sodass die Distanz zwischen Arzt und Patienten nur ca. zehn Zentimeter beträgt. Durch die Lupe wird eine vierzehn bis sechzehnfache Vergrößerung des Auges ermöglicht. Die direkte Ophtalmoskopie ist sehr einfach durchzuführen, kann aber nur einen kleinen Ausschnitt des Augenhintergrundes liefern. Bestimmte Details in der Mitte der Netzhaut, wie die zentralen Blutgefäße, der Sehnervenaustrittspunkt und der gelbe Fleck (Macula) lassen sich jedoch besonders gut auf diese Weise untersuchen.
Bei der indirekten Ophtalmoskopie hält der Augenarzt mit ausgestrecktem Arm ein Vergrößerungsglas vor das Auge des Patienten. Mit der anderen Hand benutzt er eine Lichtquelle. Auf diese Weise wird das Bild des Augenhintergrundes etwa zweieinhalbfach vergrößert und erscheint auf dem Kopf stehend. Auf diese Weise ist eine größere Übersicht und bessere Tiefenschärfe möglich.
Komplikationen bei einer Augenspiegelung, die völlig schmerzlos ist, sind äußerst selten. Durch die Pupillenerweiternden Augentropfen können sich die Patienten vorübergehend geblendet fühlen. In sehr seltenen Fällen kommt es zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks.
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