Mammographie Artikel

Das Mammographie Screening kommt

Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung der Frau. Jährlich erkranken etwa 51.000 Frauen, etwa 19.000 sterben daran. Auf der Liste der krebsbedingten Todesursachen in Deutschland rangiert das Mammakarzinom bei Frauen damit an erster Stelle. Besonders häufig ist Brustkrebs bei Frauen, die 50 Jahre und älter sind.

(dgk) Was die wenigsten wissen: Seit Beginn des vergangenen Jahres haben alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren Anspruch auf ein nach Qualitätskriterien der EU organisiertes, von den Krankenkassen bezahltes Mammographie-Screening. Bei dem Programm handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie), die hohen Qualitätsanforderungen an Geräte, Personal und Ärzte unterliegt. Regelmäßige Fortbildungen der Ärzte (Gynäkologen und Radiologen), eine Doppelbefundung der Mammographien durch zwei verschiedene Ärzte, im Verdachtsfall auch durch einen dritten Arzt und eine regelmäßige Kontrolle der technischen Geräte sind Pflicht. Ärzte, die am Programm teilnehmen, müssen mindestens 2.000 Mammographien pro Jahr auswerten.

Sinn und Zweck der Untersuchung

Ziel dieses Mammographie-Screenings ist es, Brustkrebs möglichst früh zu erkennen. Dadurch werden die Heilungschancen erheblich verbessert und die Sterblichkeit deutlich verringert. Das Screening wird – außer in den Modell-Regionen Wiesbaden, Weser-Ems und Bremen – bislang nur in Bayern annähernd flächendeckend angeboten. Zurzeit nehmen in Bayern etwa 30 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen diese Möglichkeit der Früherkennung wahr – Tendenz steigend. Zur Teilnahme an diesem Früherkennungs-Programm, das bis Ende 2005 auch bundesweit eingeführt sein soll, werden die Frauen persönlich auf der Grundlage von Angaben der Meldebehörden eingeladen. Mit der Einladung erhalten sie ein Merkblatt, das genau über Ziele, Hintergründe und Vorgehensweise informiert. Die Mammographie ist freiwillig und kostenlos.

Europa zieht mit

In den Niederlanden, in Schweden, USA und Großbritannien, in denen bereits ein Mammographie-Screening durchgeführt wird, ist die Brustkrebssterblichkeit in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Experten schätzen, dass eine qualitätsgesicherte Mammographie auch in Deutschland die Sterblichkeit an Brustkrebs um bis zu 30 Prozent senken könnte.

Selbstuntersuchungen reichen allein nicht aus

Durch das alle zwei Jahre wiederholte Mammographie-Screening können bereits Tumore in der Brust entdeckt werden, die nur ein bis zwei Millimeter groß sind. Bei regelmäßigen oder gelegentlichen Selbstuntersuchungen werden Tumore hingegen erst festgestellt, wenn sie bereits 10 bis 20 Millimeter umfassen. Ohne Mammographie und ohne Selbstuntersuchung sind Tumoren im Schnitt 40 Millimeter groß, wenn sie entdeckt werden. Ideal ist daher die Kombination von regelmäßiger Selbstuntersuchung und Mammographie alle zwei Jahre.

Was erwartet Sie beim Mammographie-Screening?

Alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren haben einen Anspruch auf die Teilnahme am Mammographie-Screening. Sie erhalten dazu Einladungen mit näheren Informationen, unter anderem wann und wo sie die Untersuchung machen lassen können. Vor Ort nimmt sie eine Röntgenassistentin in Empfang und befragt sie über eventuelle Beschwerden oder Brust-Erkrankungen. Umgekehrt steht sie den Frauen für Fragen zur Verfügung. Sie erklärt dann den weiteren Ablauf. Der gesamte Besuch dauert etwa eine halbe Stunde.

Die Untersuchung selbst dauert nur wenige Minuten. Dabei wir jede Brust zwischen zwei Plexiglasplatten gelegt und kurz zusammengedrückt. Dies kann unangenehm, manchmal auch schmerzhaft sein. Dieser Druck ist aber notwendig, weil nur so gut beurteilbare Bilder mit der geringst möglichen Strahlenbelastung erzielt werden können. Von jeder Brust werden zwei Röntgenaufnahmen angefertigt. Die Aufnahmen werden immer von mindestens zwei besonders erfahrenen und geschulten Ärzten unabhängig voneinander beurteilt; jedes Röntgenbild wird also doppelt befundet. In Zweifelsfällen wird ein weiterer Spezialist hinzugezogen.

Jede Frau erhält das Untersuchungsergebnis innerhalb von ein bis zwei Wochen per Brief. Bei etwa 95 Prozent aller Frauen zeigt die Mammographie keinen Hinweis auf Brustkrebs. Diesen Frauen wird schriftlich mitgeteilt, dass sie in zwei Jahren wieder zur Mammographie eingeladen werden. Weniger als fünf Prozent der teilnehmenden Frauen haben auffällige Befunde, die weiter abgeklärt werden müssen. Bei neun von zehn dieser Frauen wird sich herausstellen, dass kein Brustkrebs vorliegt.

QUELLENANGABEN

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LESERMEINUNGEN (1)

Wie oft mit 24 zum Screening?

Hi, ich bin 24 Jahre alt und wollte mal fragen wie oft man in dem Alter zum Brust-Screening gehen soll? Es schwanken da bestimmt die Meinungen...

  • Lesermeinung von Miriam
  • 26.05.08 00:22

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