13. September 2009
Als Knochenbiopsie bezeichnet man die Entnahme von Gewebe aus der harten Substanz des Knochens. Auf diese Weise lassen sich eventuelle Veränderungen des Knochengewebes diagnostizieren.
Ziel und Zweck einer Knochenbiopsie ist die Entnahme einer kleinen Gewebeprobe aus der Knochensubstanz, um auf diese Weise mögliche Veränderungen im Aufbau des Knochengewebes erkennen zu können oder eventuelle Schädigungen auszuschließen. Eine Knochenbiopsie ist nicht zu verwechseln mit einer Knochenmarkbiopsie, bei der eine Untersuchung des Knochenmarks, welches von der harten Knochensubstanz umschlossen wird, vorgenommen wird.
Angewendet wird eine Knochenbiopsie in der Regel, um bestimmte Erkrankungen der Knochen diagnostizieren zu können. Dazu gehören Störungen des Knochenaufbaus wie Osteoporose (Knochenschwund), bei der der Knochen durch eine zunehmende Entkalkung brüchig wird oder Osteomalazie, eine Erweichung des Knochens. Ebenso können entzündliche Erkrankungen des Knochengewebes, Störungen des Knochenabbaus wie zum Beispiel Morbus Paget sowie bösartige oder gutartige Knochentumore durch die Anwendung einer Knochenbiopsie erkannt werden.
Abhängig vom Krankheitsbild kann eine Knochenbiopsie an diversen menschlichen Knochen wie den Oberschenkelknochen, den Oberarmknochen, den Kniegelenken, der Wirbelsäule oder dem Beckenkamm erfolgen. Generell sollte eine Knochenbiopsie aber nur dann durchgeführt werden, wenn eine entsprechende Notwendigkeit besteht.
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