11. September 2009
Als Kernspin-Tomographie oder auch Magnetresonanztomograpie (MRT) bezeichnet man in der Medizin eine bildgebene Methode zur Untersuchung der inneren Organe. Diese ermöglicht eine genaue Diagnose ohne schädliche Nebenwirkungen für den Patienten.
Zweck einer Kernspin-Tomographie oder auch Magnetresonanztomographie (MRT) ist die bildgebene Darstellung und Untersuchung verschiedener Körperteile oder Regionen, die durch Anfertigung zahlreicher Aufnahmen gründlich untersucht und analysiert werden können. Dabei wird eine Vielzahl von verschiedenen Aufnahmen, die auch Schichtaufnahmen genannt werden, gemacht. Auf diese Weise wird ein vollständiges Bild des zu untersuchenden Körperteils erlangt. Neben dem Begriff Kernspin-Tomographie wird auch die Bezeichnung Magnetresonanztomographie (abgekürzt MRT) verwendet.
Die Kernspin-Tomographie geht auf das Jahr 1977 zurück, als zum ersten Mal ein sinnvolles Bild des menschlichen Organismus dargestellt werden konnte. Seit den 80er Jahren gehört die MRT oder Kernspin-Tomographie zu den wichtigsten Diagnosemöglichkeiten und wird routinemäßig angewendet. Vor allem wegen der hohen Kontraste eignet sich die Kernspin-Tomographie besonders zur Diagnose von entzündlichen oder traumatischen Krankheiten sowie zum Nachweis von Tumoren.
Die Anwendungsgebiete der Kernspin-Tomographie sind höchst vielfältig. Besonders häufig wird sie in der Orthopädie für die Darstellung von Gelenken eingesetzt, um Bänder, Blutungen, Blutergüsse, Knochen oder Knorpel zu untersuchen, da mit einer Kernspin-Tomographie Schäden erkannt werden, die mit anderen bildgebenen Methoden nicht eingesehen werden können. Dies gilt auch für andere medizinische Bereiche. So werden Kernspin-Tomographien unter anderem zur Feststellung von Prostatakrebs, perirektalen Lymphknoten, Hüftgelenksentzündungen, Thrombosen, Fehlbildungen oder Verschlüssen der Blutgefäße, zur Darstellung von Herzkranzgefäßen, bei Tumoren im Hals-Nasen-Ohren-Bereich, bei Knochenmetastasen, Lymphomen, Gehirntumoren, Bandscheibendegenerationen sowie bei Entzündungen oder Rissen der Sehnen eingesetzt. Ebenso bei Erkrankungen innerer Organe wie der Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Milz, der Gallengänge und des Magen-Darmtraktes. Auch als Ergänzungsuntersuchung zu Sonographien (Ultraschalluntersuchungen) oder Mammographien der weiblichen Brust wird eine Kernspin-Tomographie angewendet.
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