22. September 2011
Durch eine Kapselendoskopie sollen die Ursachen für bestimmte Darmerkrankungen gefunden werden. Für die Untersuchung muss der Patient eine kleine Kapsel herunterschlucken.
Bevor eine Kapselendoskopie durchgeführt wird, erfolgt mitunter am Tag vor der Untersuchung eine gründliche Reinigung des Darms. Beruhigungs- oder Betäubungsmittel sind nicht erforderlich, da die Prozedur schmerzfrei ist. Nachdem der Patient die kleine Kapsel mit etwas Wasser heruntergeschluckt hat, begibt sie sich auf eine sechs- bis achtstündige Reise durch dessen Verdauungstrakt. Dabei nimmt sie zweimal in der Sekunde ein Bild aus dem Inneren des Darms auf. Per Funk werden die Fotos an ein Aufzeichnungsgerät, das der Patient zusammen mit Elektroden am Körper trägt, weitergeleitet.
Während der ambulanten Untersuchung ist der Patient in seiner Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt, da die Auswertung erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist, dass es ohne ionisierende Strahlung auskommt.
Etwa vier Stunden, nachdem der Patient die Kapsel geschluckt hat, kann er wieder eine leichte Mahlzeit zu sich nehmen. Schließlich gelangt die Kapsel auf natürlichem Wege wieder aus dem Darm. Nach der Untersuchung nimmt man dem Patienten das Aufzeichnungsgerät und die Elektroden wieder ab und beginnt mit der Auswertung der Bilder.
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07.03.12 | |
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