11. September 2009
Sollen bestimmte Herzerkrankungen festgestellt oder behandelt werden, kommt es zu einer Herzkatheter-Untersuchung. Dafür sind im Vorfeld jedoch einige zusätzliche Untersuchungen notwendig.
Bevor es zur Durchführung einer Herzkatheter-Untersuchung kommt, müssen zuvor erst einige Voruntersuchungen erfolgen. So werden zunächst ein EKG bzw. Belastungs-EKG, ein Myokard-Szintigramm sowie ein Röntgenbild des Herzens und der Lunge erstellt. Auch eine unfangreiche Blutuntersuchung wird vorgenommen um die Blutgerinnungswerte, das Blutbild sowie die Werte der Schilddrüse und der Nieren zu bestimmen. Zudem muss abgeklärt werden, ob bei dem Patienten eine Schilddrüsen-Überfunktion besteht, da diese, durch das zur Anwendung kommende jodhaltige Kontrastmittel, verschlimmert werden könnte. Auch mögliche Allergien auf das Kontrastmittel oder das Betäubungsmittel müssen geklärt werden.
Vor der Untersuchung darf der Patient nichts zu sich nehmen und muss nüchtern sein. Wegen der Gefahr einer Infektion werden die Haare in der Leistenregion rasiert.
Wenn all diese Bedingungen erfüllt sind, muss der behandelnde Arzt entscheiden, ob eine Rechtsherz- oder eine Linksherz-Katheter-Untersuchung durchgeführt werden soll.
Zu Beginn der Untersuchung erfolgt eine Desinfektion sowie eine örtliche Betäubung. Bei einer Linksherz-Katheter-Untersuchung erfolgt zunächst die Punktierung der Arterie in der rechten Leistenregion. Unter Röntgenkontrolle wird dann, über die Arterie, der Katheter bis in die linke Herzkammer vorgeschoben. Durch das injizierte Röntgen-Kontrastmittel können anschließend die Herzkranzgefäße und die linke Herzkammer eingesehen und beurteilt werden.
Im Falle einer Rechtskatheter-Untersuchung wird die Vene in der Leistenbeuge punktiert. Über diese wird der Katheter bis hin zur rechten Herzkammer und den Lungengefäßen vorgeschoben.
Nach Ende der Untersuchung wird ein Druckverband an der punktierten Stelle angelegt. Dieser muss zwischen zwölf und vierundzwanzig Stunden auf der betreffenden Stelle bleiben. Die folgenden Tage darf der Patient außerdem nichts Schweres tragen oder heben. Während einer Herzkatheter-Untersuchung können in seltenen Fällen Komplikationen wie ein Herzinfarkt, Herz-Rhythmusstörungen, Thrombosen, Embolien, Infektionen, Gefäß-, Haut- oder Nervenverletzungen sowie Überempfindlichkeitsreaktionen auf das verabreichte Kontrastmittel auftreten.
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