27. Januar 2009
Von Tanja Tasci
Die Gefahr von Hautkrebs wird trotz massiver Aufklärung oft noch unterschätzt. Wer das Risiko Hautkrebs eingrenzen möchte, sollte sich die Zeit für ein regelmäßiges Hautkrebs-Screening nehmen.
Hautkrebs ist eine der oft unterschätzten Krankheiten. So wird Hautkrebs häufig erst im fortgeschrittenem Stadium erkannt, doch dies muss nicht sein, denn schließlich kann jeder Krankenversicherte ein regelmäßiges Hautkrebs-Screening in Anspruch nehmen. Gerade Europäer sind häufig von den angeborenen Risikofaktoren gefährdet an Hautkrebs zu erkranken. Statistiken zeigen deutlich, dass Asiaten und Afrikaner nur sehr selten an Hautkrebs erkranken. Bei der weißen Bevölkerung ist festzustellen, dass die Häufigkeit der Krankheitsfälle steigt mit steigender UV-Strahlung. Doch auch weißhäutige Menschen haben unterschiedliche Risikofaktoren je nach Hauttyp. Grundsätzlich gilt, je heller die Haut und je empfindlicher, desto höher ist das Risiko an Hautkrebs zu erkranken. Ein zusätzlicher Risikofaktor sind Leberflecken, pigmentierte Muttermale und Pigmentflecken, gerade hier sollte ein regelmäßiges Hautkrebs-Screen ernst genommen werden.
Die Vorbeugung gegen Hautkrebs fängt schon im Kindesalter an, denn die Haut verzeiht nicht einen Sonnenbrand und wird durch mit jeder Sonneneinstrahlung mehr geschädigt. Grundsätzlich sollte direkte Sonne vermieden werden, besonders von 11:00 bis 15:00 ist der UV-Anteil der Sonnenstrahlen sehr hoch. Wer sonnige Tage genießen möchte, der sollte dies im Schatten tun und schützende Kleidung tragen. Zusätzlich sollten Augen durch das Tragen einer Sonnenbrille geschützt werden. Sonnenschutzmittel sollten zum Pflichtprogramm gehören und einen Mindestschutzfaktor von 15 besitzen, bei sehr empfindlicher Haut natürlich höher.
Mindestens einmal im Monat sollte eine Eigenuntersuchung stattfinden. Körperstellen die schwer einsehbar sind, sollten vom Partner begutachtet werden oder selbst mit Hilfe von Spiegeln. Schon die kleinste Veränderungen von Pigmentflecken und Muttermalen sollte ein Alarmzeichen sein. Sollten sich Muttermale und Pigmentflecken in Farbe, Form, Größe oder Höhe verändern sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden, denn je früher Hautkrebs erkannt wird, umso besser sind die Chancen für den Patienten. Zum einen gibt es die Möglichkeit der chirurgischen Behandlung. Bei der chirurgischen Behandlung wird das Melanom vollständig operativ entfernt und auch das Gebiet um das Melanom. Der Eingriff wird nur nicht durchgeführt, wenn Patienten so schwer an Hautkrebs erkrankt sind, dass ein versterben nicht mehr aufgehalten werden kann oder bei alten Patienten die das Melanom im Gesichtsbereich haben (hier wird versucht mit Bestrahlung das Fortschreiten aufzuhalten). Wie bei allen Krebsarten kann auch bei Hautkrebs eine Chemotherapie erfolgen, denn diese hemmt das Wachstum von Tumoren und bei einem Teil der Patienten kommt es sogar zu einer Rückbildung. Allerdings hat die Chemotherapie auch heute noch starke Nebenwirkungen und beeinflusst stark den Magen-Darm-Trakt, auch Haarausfall tritt auf und die Blutwerte werden stark beeinflusst. Jedoch zeigt sich die Chemotherapie bei 50 Prozent der Patienten als erfolgreich.
Doch all diese Behandlungsmöglichkeiten machen nur wirklich Sinn, wenn der Hautkrebs frühzeitig erkannt wird und somit auch die Behandlung frühzeitig stattfinden kann. Um eine frühzeitige Erkennung zu forcieren zahlen die Krankenkassen ein regelmäßiges Hautkrebs-Screening. Normal sollte ein Screening durch einen erfahrenen Hautarzt mindestens einmal im Jahr stattfinden. Bei Patienten mit erhöhtem Hautkrebsrisiko sollten die Abstände des Hautkrebs-Screening enger zusammenliegen.
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