Riechtest (Olfaktometrie) - Wann wird er durchgeführt und wie läuft er ab?

Beim Riechtest oder der Riechprüfung bzw. Olfaktometrie handelt es sich um eine Untersuchung des Geruchssinns, um so auch mögliche Störungen zu diagnostizieren. Bei der Untersuchung des Riechvermögens geht es um die Fähigkeit, Geruchsstoffe zu identifizieren und voneinander abzugrenzen. Auch wird die Riechschwelle bestimmt. Lesen Sie über die Anwendungsgebiete und die Durchführung des Riechtests.

Wissenswertes zur Riechprüfung

Was ist ein Riechtest und wann wird er durchgeführt?

Eine Riechprüfung, die auch Riechtest oder Olfaktometrie bezeichnet wird, dient dazu, Störungen des Geruchssinns wie zum Beispiel eine Anosmie oder eine Hyposmie zu diagnostizieren. Dabei greift man auf unterschiedliche Geruchsstoffe zurück.

Indikationen für einen Riechtest – Wie kommt es zu Störungen des Geruchsvermögens?

Zur Durchführung kommt eine Riechprüfung, wenn der Patient unter Einschränkungen seines Geruchssinns leidet. So lässt sich mit der Olfaktometrie das Ausmaß der Störung ermitteln. HNO-Ärzte unterscheiden dabei zwischen:

  1. einer Hyposmie (vermindertem Riechvermögen)
  2. einer Anosmie (vollständiges Fehlen des Geruchssinns)
  3. eine übermäßige Wahrnehmung von Gerüchen
  4. eine Wahrnehmung von Gerüchen ohne nachvollziehbare Quelle

Als mögliche Ursachen für eine Einschränkung des Riechvermögens kommen

  • Schäden an der Riechschleimhaut
  • Beeinträchtigungen der Nase bzw. der Nasennebenhöhlen oder
  • Nervenschäden

infrage.

Häufigste Auslöser für diese Beeinträchtigungen sind Entzündungen der Nase, die wiederum durch Allergien oder Infektionen der oberen Atemwege hervorgerufen werden. Mitunter leidet der Geruchssinn der Betroffenen auch unter Polypen oder Schwellungen in der Nase.

Weitere möglich Ursachen für Störungen des Geruchssinns sind:

Ferner gelten Riechstörungen als frühes Symptom von Morbus Parkinson.

Funktionsprinzip - Wie läuft ein Riechtest ab?

Für die Durchführung einer Riechprüfung kommen verschiedene Verfahren in Betracht. Nicht selten werden die Methoden auch miteinander verbunden. Grundlage all dieser Methoden ist, dass der Patient diverse Geruchsstoffe testet.

Dabei unterscheidet man zwischen einer objektiven und einer subjektiven Riechprüfung. Während bei einem subjektiven Test der Patient die Wahrnehmung der Gerüche selbst wiedergibt, erfolgt beim objektiven Test eine Messung der Gehirnströme, die durch die Geruchsreize ausgelöst werden.

Nicht selten erfolgt die Riechprüfung in mehreren Testreihen. Dabei kommen sogenannte Sniffin Sticks zum Einsatz. Dabei handelt es sich um dünne Stäbe, die Filzstiften ähneln und bestimmte Geruchsstoffe enthalten.

In manchen Fällen wird auch ein Güttich-Test durchgeführt. Bei dieser Methode gibt man die Geruchsstoffe auf die Zunge. Auch eine Kombination mit Geschmacksstoffen ist möglich.

Zu den Substanzen, die im Rahmen einer Olfaktometrie verwendet werden, gehören zum Beispiel:

Ablauf der Olfaktometrie

Bevor die Riechprüfung beginnt, erhält die Testperson abschwellende Nasentropfen. Manchmal werden dem Patienten auch die Augen verbunden, damit dessen Wahrnehmung ungestörter ist.

Schließlich führt man der Testperson die Gerüche in Form von Sniffin Sticks vor oder trägt sie auf die Zunge auf. Dabei wird jedes Nasenloch einzeln getestet. Die Testresultate hält der HNO-Arzt schriftlich fest.

Im Rahmen einer objektiven Olfaktometrie werden auch die Hirnströme aufgezeichnet. Danach wertet der Arzt die Hirnstromkurve aus.

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