2. Juni 2008
Von Annett Biermann
Wenn ein Begriff einem einen Schauer über den Rücken jagt, dann ist es der Begriff HIV-positiv bzw. AIDS. HIV heißt Humanes Immundefizienzvirus. Was viele nicht wissen: wird man HIV-positiv getestet, bedeutet dies nicht, dass man daran sterben muss.
Das HIV-Virus kann sich ein Leben lang unauffällig verhalten und nie zum Ausbruch kommen. Kommt es zum Ausbruch, wird dieser Zustand mit dem Wort AIDS definiert.
Um festzustellen, ob man HIV-positiv ist, wird ein HIV-Test durchgeführt. Es gibt verschiedene Testmethoden. Das HI-Virus kann man durch Untersuchungen des Blutes, des Urins oder des Speichels feststellen. Unter manchen Lebensumständen wird ein HIV-Test durchgeführt. Dies ist zum Beispiel bei einer Schwangerschaft oder beim Blutspenden der Fall. Verläuft der Test negativ, erhält man keine Nachricht. Bei einem positiven Test wird ein Bestätigungstest durchgeführt, da viele Ersttestmethoden fälschlicherweise ein positives Ergebnis anzeigen können. Deshalb wird nochmals eine Versicherung über einen genauen Test gemacht.
Der am häufigsten durchgeführte HIV-Test ist der ELISA-Test. ELISA heißt Encyme-linked Immunosorbent Assay. Für diesen Test wird Blut abgenommen, welches dann in ein Labor geschickt wird. Nach 3-4 Tagen sind die Testergebnisse da. Beim ELISA-Test wird allerdings nicht das Virus selbst in der Blutprobe nachgewiesen, sondern nur die im Blut vorhandenen Antikörper gegen den Virus. Dieser Test bringt aber erst etwa 12 Wochen nach einer möglichen Infektion Gewissheit. Das liegt daran, dass der Körper erst einmal Antikörper gegen das HI-Virus produzieren muss.
Wird durch den ELISA-Test eine positive Infektion mit dem HI-Virus festgestellt, wird immer ein Bestätigungstest durchgeführt. Dazu wird der Western-Blot-Test angewandt. Dies ist ebenfalls ein Antikörper – Test. Bei einer Untersuchung auf HIV wird dem Patienten der Befund nur mitgeteilt, wenn auch dieser Bestätigungstest positiv verläuft.
Ein sehr genauer, aber auch aufwändiger und deshalb teurer HIV-Test ist der RT-PCR-Test. Hierfür ist gleichfalls eine Blutabnahme erforderlich. Dieser Test weist aber keine Antikörper, sondern direkt das Virus nach. Der RT-PCR-Test wird innerhalb der ersten 15 Tage nach einer möglichen Infektion gemacht. Dann sind noch sehr viele Viren selbst im Blut, weil der Organismus noch keine Antikörper gebildet hat. Dieser Test findet im Blutspendewesen seine Anwendung. Außerdem findet er bei einer Krankenhausaufnahme routinemäßig statt, wenn der Verdacht auf eine HIV-Infektion gegeben ist. Das Ergebnis liegt normalerweise innerhalb 3-4 Tage vor.
Inzwischen gibt es auch einige Schnelltests, die zu Hause durchgeführt werden können. Diese Tests werden vorwiegend in Ländern der Dritten Welt angewendet.
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