11. September 2009
Kommt es zu Flüssigkeitsansammlung in einem Gelenk, wird eine Gelenkpunktion durchgeführt. Diese kann ambulant erfolgen.
Eine Gelenkpunktion verläuft in der Regel schmerzlos und erfordert in einigen Fällen lediglich eine örtliche Betäubung. Zudem kann eine Gelenkpunktion ambulant ausgeführt werden.
Zu Beginn der Punktion erfolgt eine gründliche Desinfektion der Hautpartien des betroffenen Gelenks. Starke Behaarung wird meist beseitigt, um eine Behinderung der Punktion zu vermeiden. Falls erforderlich, wird eine örtliche Betäubung verabreicht. Anschließend wird eine Kanüle (Hohlnadel) in das betroffene Gelenk eingeführt. In manchen Fällen erfolgt diese Prozedur auch unter Ultraschallkontrolle. Auf der Kanüle befindet sich eine aufgesetzte Spritze, mit der die angesammelte Flüssigkeit aus dem Gelenk abgesaugt wird. Das auf diese Weise entnommene Punktat wird anschließend in einem Labor gründlich auf den Eiweißgehalt, die enthaltenen Zellen und mögliche Gichtkristalle untersucht.
Für den Fall, dass eine medikamentöse Injektion in das betroffene Gelenk erforderlich ist, wird das Medikament mit der Nadel in das Gelenk eingespritzt. Dabei werden zumeist Schmerzmittel, Hyaluronsäure zum Aufbau der Knorpel oder Kortisonmedikamente injiziert.
Die meisten Gelenkpunktionen laufen ohne Schwierigkeiten ab. Mögliche Komplikationen einer Gelenkpunktion können Blutungen im Gelenk, Verletzungen durch die Kanüle, Gelenkinfektionen, Hautschäden oder Überempfindlichkeitsreaktionen gegen das verabreichte Präparat sein, was aber nur selten der Fall ist.
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