Die Funktionelle Magnetresonaztomografie (fMRT) gilt als eine Erweiterung der klassischen Magnetresonanztomografie. Dabei wird die Stoffwechselaktivität der verschiedenen Hirnregionen bildlich dargestellt; durch den so genannten "BOLD-Effekt" wird dies möglich gemacht. Auf diese Weise lassen sich alle Durchblutungsveränderungen im Gehirn feststellen.
Bei der funktionellen Magnetresonanztomografie, auch fMRT abgekürzt, wird das arbeitende Gehirn untersucht.
Da sich das Gehirn bei seiner Arbeit nicht bewegt, wird während der funktionellen Magnetresonanztomografie der Sauerstoffgehalt der Erythrozyten (roten Blutkörperchen) am Bildschirm sichtbar gemacht. Je höher der Sauerstoffgehalt in einem Bereich ist, desto aktiver sind die Hirnzellen dort. Der Sauerstoffgehalt wird als Farbe dargestellt. Eine gelbe Stelle bedeutet auf den fMRT-Aufnahmen eine starke Aktivität der Hirnzellen, eine rote Färbung eine schwächere Aktivität.
Der Patient liegt dazu zum einen ruhig im Untersuchungsgerät (eine Röhre), zum anderen werden ihm immer wieder Reize vor Augen gehalten, so dass die Ärzte die jeweilige Hirnaktivität verfolgen können. Teilweise muss der Patient auch bestimmte Bewegungen ausführen, wie z.B. die Hand heben. Der Bereich des Gehirns, der für die Steuerung der Hand zuständig ist, wird dann während der Bewegung mehr durchblutet und die Ärzte können diesen Bereich mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie sichtbar machen und untersuchen. Kontrastmittel muss für diese Untersuchung nicht gespritzt werden, und es entsteht auch keine Strahlenbelastung für den Körper. Die Untersuchung dauert etwa 30 bis 45 Minuten.
Dieses bildgebende Verfahren wird zur Diagnostik von psychischen Erkrankungen wie Zwangsstörungen, Depressionen oder Angsterkrankungen angewendet. Auch vor schweren neurochirurgischen Eingriffen wird der Patient mit der funktionellen Magnetresonanztomografie untersucht. Die Untersuchung dient z.B. vor einer Hirntumoroperation dazu, möglichst den gesamten Tumor zu entfernen, dabei jedoch möglichst Bereiche wie die Sprachbildung oder die Motorik nicht zu beeinflussen. Die funktionelle Magnetresonanztomografie wird im Moment noch überwiegend in Forschungsprojekten großer Universitätskliniken eingesetzt.
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