25. September 2009
Als Epikutantest bezeichnet man einen Provokationstest, der zu allergischen Reaktionen führen soll. Dabei werden mit Hautpflastern Allergensubstanzen auf die Haut gegeben.
Der Epikutantest (Läppchentest) ist ein Allergietest, der auch Provokationstest genannt wird, weil mit ihm der menschliche Körper zu einer allergischen Reaktion provoziert wird. Dadurch wird ermittelt, ob die getestete Person allergisch auf bestimmte Substanzen reagiert und von welchen Stoffen die Allergie ausgelöst wird.
Das Wort epikutan bedeutet "auf die Haut". So werden bei diesem Epikutantest die Allergensubstanzen, die auf Hautpflaster aufgetragen werden, auf bestimmte Hautpartien wie Oberarm oder Rücken angebracht.
Ziel und Zweck eines Epikutantests ist der Nachweis Typ-IV-Allergien. Dazu gehören zum Beispiel Kontaktallergien auf bestimmte Stoffe wie Chrom, Latex, Nickelsulfat, Kosmetika sowie Arznei- und Reinigungsmittel. Auch für den Nachweis von allergischen Reaktionen auf das UV-Licht kann der Epikutantest verwendet werden, was auch Photopatchtest genannt wird. Reagiert die Haut unter dem Pflaster mit einer Entzündung, handelt es sich um eine allergische Reaktion.
Verwendet werden bei einem Epikutantest standardisierte Testreihen, welche die 25 häufigsten Kontaktallergene enthalten. Dazu gehören unter anderem Duftstoffe, Kobalt, Nickel, Perubalsam sowie diverse Inhaltsstoffe von Salben und Konservierungsmitteln. Besteht ein bestimmter Verdacht, wird die entsprechende Testreihe ausgewählt. So gibt es für bestimmte Berufsgruppen, die als gefährdet eingestuft werden, wie Bauarbeiter, Friseure, Metallarbeiter oder Textilarbeiter auch besondere Testreihen.
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