2. September 2009
Als Elektro-Kardiographie (EKG) bezeichnet man eine Untersuchung zur Messung der elektrischen Aktivitäten des Herzens. Dargestellt werden diese mit einem Elektrokardiogramm.
Ziel und Zweck einer Elektro-Kardiographie (EKG), die übersetzt Darstellung der Herzstromkurve bedeutet, ist die Untersuchung des Herzens. Dabei werden mit Hilfe eines Elektro-Kardiographen die Herzströme gemessen, die mit einem Elektrokardiogramm in Form von Kurven bildlich dargestellt werden.
Mit jedem Schlag des menschlichen Herzens entsteht schwacher Strom, der eine Spannung von ca. 1/1000 Volt hat. Diese elektrischen Impulse werden bei einem EKG abgeleitet und in Kurvenform wiedergegeben. Das Resultat ist ein sich wiederholendes Bild der elektrischen Herzaktionen.
Die elektrische Erregung entsteht und verbreitet sich durch ein besonderes Leitungs- und Reizbildungssystem, das sich im menschlichen Herzen befindet. Dadurch wird das Herz kontrahiert und Blut in den Körperkreislauf gepumpt. Der Ursprung dieser elektrischen Erregung befindet sich im Sinusknoten, der im rechten Vorhof des Herzens liegt. Da der Sinusknoten das Herz mit einer bestimmten Frequenz antreibt, bezeichnet man ihn auch als Schrittmacher. Über das herzeigene Erregungsleitungssystem gelangen die Impulse vom Sinusknoten zu den Muskelzellen.
Mit Hilfe von Elektroden (Metallplättchen), die am Brustkorb, den Armen und den Beinen angebracht werden, können die elektrischen Impulse abgeleitet werden. Durch ein EKG-Gerät werden sie verstärkt und können dann auf einem Bildschirm als EKG-Kurve bildlich dargestellt oder auf einem Streifen Papier ausgedruckt werden. Durch die Erstellung eines Elektrokardiogramms können die Herzfrequenz und der Herzrhythmus kontrolliert sowie Störungen in der Herzmuskulatur sowie dem Erregungsleitersystem festgestellt werden.
Zur Anwendung kommen Elektro-Kardiographien bei routinemäßigen Gesundheitskontrollen oder bei Verdacht auf bestimmte Herzerkrankungen. Dazu gehören vor allem Herzinfarkte, Herzmuskelentzündungen, Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Kammer- oder Vorhofflimmern und Herzbeutelentzündungen. Zudem können auch Mangel- oder Überflusserscheinungen, Verdickungen der Herzwand, Überbelastung sowie eine Überdosierung von Medikamenten festgestellt werden. Des Weiteren lässt sich ein EKG auch zur Überwachung von Behandlungen einsetzen.
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