11. September 2009
Als Doppler-Sonographie oder auch Doppler/Duplex-Sonographie bezeichnet man eine Ultraschalluntersuchung der Blutgefäße. Mit Hilfe dieser Methode können Gefäßverengungen festgestellt werden.
Die Doppler-Sonographie (Ultraschall der Gefäße), die auf eine Ultraschallform zurückgeht, die von Johann Christian Doppler entwickelt wurde, dient als bewährte nichtinvasive Untersuchungsmethode bei Gefäßerkrankungen und Risikoschwangerschaften. Ziel und Zweck der Doppler-Sonographie ist die Messung der Geschwindigkeit des Blutes in Venen und Arterien, wodurch Erkrankungen in den Blutgefäßen festgestellt werden können. Dieses Verfahren zählt heute zu den Routineuntersuchungen bei der Diagnostik von Gefäßkrankheiten.
Für die Durchführung einer Doppler/Duplex-Ultraschalluntersuchung wird ein Ultraschallkopf verwendet. Dieser sendet auf einer bestimmten Frequenz Ultraschallwellen aus. Wenn ein Bündel dieser Ultraschallwellen die Blutkörperchen trifft, die sich in den Arterien oder Venen befinden, werden diese mit einer anderen Frequenz reflektiert. Dabei ist die Frequenzänderung auch von der Bewegung der Blutkörperchen abhängig. Bei Verengungen der Blutgefäße kommt es zu einer Änderung der Richtung der Blutkörperchen und ihrer Geschwindigkeit. Dargestellt werden kann dieser Vorgang entweder visuell als Farbkodierung im Ultraschallbild (Farbdoppler) oder akustisch in Form von Tönen. Bei der - in den meisten Fällen angewendeten - visuellen Methode wird der Fluss vom Ultraschallkopf weg blau gekennzeichnet und der Fluss zum Schallkopf hin rot dargestellt. Gemeinsam mit dem Spektraldopplerverfahren, mit dem jedwede Geschwindigkeit einer bestimmten Frequenz zugeordnet werden kann, kommt es zu den gewünschten Informationen. Auf diese Weise kann der untersuchende Arzt Erkenntnisse über die Geschwindigkeit sowie die Richtung des Blutflusses erhalten. Sowohl Farbdoppler als auch Spektraldoppler werden abwechselnd mit demselben Ultraschallgerät- und Kopf durchgeführt, was als Duplex-Sonographie bezeichnet wird.
Mit einer Doppler/Duplex-Sonographie können zudem Erkenntnisse über das Gefäßkaliber, die Struktur der Gefäßinnenschicht sowie den Verlauf der Blutgefäße gewonnen werden. Damit können arteriosklerotische Ablagerungen wie Kalkplaques genau vermessen werden. Zur Anwendung kommt diese Untersuchungsmethode vor allem bei Verdacht auf Gefäßeinengungen oder Verkalkungen sowie zur Kontrolle nach gefäßchirurgischen Operationen. Auch Thrombosen und Embolien können mit einer Doppler-Sonographie festgestellt werden. Zudem wird diese Methode bei Ultraschalluntersuchungen des Herzens (Echokardiographie), um zum Beispiel Herzklappenfehler festzustellen, und bei der Geburtshilfe zum Nachweis von kindlichen Herztönen angewendet.
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