11. September 2009
Besteht der Verdacht auf eine bestimmte Darmerkrankung, kommt es zu einer Darmspiegelung. Diese kann auch für die Beseitigung von Darmpolypen angewendet werden.
Bevor es zu einer Darmspiegelung kommt, sind einige Vorbereitungen erforderlich. Etwa 24 Stunden vor der Durchführung der Koloskopie darf der Patient keine schwer verdauliche oder blähende Nahrung zu sich nehmen. Bereits am Nachmittag des vorherigen Tages muss der Patient mit dem Abführen beginnen. Dann dürfen lediglich Wasser, Tee oder Fleischbrühe getrunken werden. Milch, Kaffee oder Fruchtsaft sind nicht erlaubt. Am Abend vorher muss auf das Abendbrot verzichtet und stattdessen eine abführende Lösung eingenommen werden, mit der der Darm entleert wird. Einen weiteren Liter der Abführlösung erhält der Patient am Morgen vor der Darmspiegelung, solange bis der Darm vollständig entleert worden ist. Dies ist notwendig, um die Darmschleimhaut optimal beurteilen zu können.
Bevor es zur Darmspiegelung, die etwa 15 bis 30 Minuten in Anspruch nimmt, kommt, erhält der Patient ein Beruhigungsmittel. Wenn es notwendig ist, kann auch ein Schmerzmittel verabreicht werden. Weiterhin bekommt der Patient ein Präparat zur Hemmung der Darmbewegung (Peristaltik), damit sich der Darm entspannen kann. Schließlich wird das Koloskop mit einem Gleitgel über den After eingelassen. Dann wird das Koloskop zunächst über den Mastdarm und dann über den Dickdarm zu den untersten Abschnitten des Dünndarms vorgeschoben. Während dieses Vorganges werden die Darmwände genauestens untersucht und analysiert. Falls erforderlich, wird mit einer Schlinge eine Gewebeprobe (Biopsie) zur weiteren Untersuchung entnommen. Falls Darmpolypen vorhanden sind, werden sie mit dem Koloskop abgetragen.
Ist die Prozedur überstanden, kann der Patient wieder essen, was er möchte. Bei Verabreichung eines Beruhigungsmittels darf an diesem Tag nicht mehr Auto gefahren werden. Prinzipiell gilt eine Darmspiegelung als risikolose Untersuchungsmethode. Gelegentlich kann es zu Blutungen, Überempfindlichkeitsreaktionen gegen die verabreichten Medikamente oder zu Kreislaufproblemen kommen, die jedoch mit Medikamenten behandelt werden können. Nicht durchgeführt werden darf eine Darmspiegelung bei akuten Darmentzündungen.
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