20. August 2009
Eine Brust-Selbstuntersuchung ist sehr hilfreich beim Erkennen von Brustkrebserkrankungen. Kommt es zu auffälligen Veränderungen der Brüste, sollte ein Arzt konsultiert werden.
Bevor eine Brust-Selbstuntersuchung vorgenommen wird, sollte auf den besten Zeitpunkt für die Untersuchung geachtet werden. Dieser tritt eine Woche nach der Regelblutung ein. Dann sind die Brüste besonders weich und können noch besser abgetastet werden, während am Ende des Zyklus die Brüste unter dem Hormoneinfluss oftmals anschwellen und sich das Drüsengewebe dadurch härter anfühlt. Auch Frauen jenseits der Wechseljahre sollten einmal im Monat eine Brust-Selbstuntersuchung vornehmen und dafür einen bestimmten Tag festlegen.
Bei der Durchführung der Brust-Selbstuntersuchung sollte sich die Frau viel Zeit nehmen, da oberflächliche Untersuchungen keine Aufschlüsse bringen können. Nur durch Konzentration und Ruhe können kleinere Veränderungen der Brust bemerkt werden.
Begonnen werden sollte die Brust-Selbstuntersuchung mit einem Blick in den Spiegel. Dabei stellt sich die Frau bei ausreichender Beleuchtung mit bloßem Oberkörper vor den Spiegel und lässt dabei die Arme locker herunterhängen. Dann werden die Arme mehrmals langsam angehoben und die Brüste frontal und seitlich betrachtet. Dabei sollte auf Veränderungen der Brüste bei Größe, Form oder Haut geachtet werden. Auch Vorwölbungen oder Rötungen sollten aufmerksam registriert werden. Ebenso sollte der Unterrand der Brüste angesehen werden.
Nach dem Ansehen erfolgt das Abtasten der Brüste. Dabei werden die Brüste systematisch mit der flachen Hand abgetastet. Dazu wird der rechte Arm hoch gehoben und mit der linken Hand die rechte Brust untersucht. Dasselbe geschieht dann umgekehrt mit der entgegengesetzten Seite. Auf diese Weise können mögliche Knoten in der Brust entdeckt werden. Auch der Rand des Brustmuskels sollte sorgfältig untersucht werden. Nach dem Abtasten im Stehen wird die Abtastung erneut im Liegen vorgenommen. Dadurch können vor allem die unteren Brustpartien genauer untersucht werden. Auch die Achselhöhlen sollten dabei beachtet werden.
Kommt es zu Auffälligkeiten an einer Partie, sollte die betroffene Stelle markiert werden. Nicht immer muss ein selbst entdeckter Knoten Grund zur Sorge sein. Lediglich 20 Prozent aller, bei einer Brust-Selbstuntersuchung festgestellten, Knoten sind Krebstumore. In den meisten Fällen handelt es sich um harmlose Ursachen. Dennoch sollte zur Sicherheit stets ein Arzt für eine ausführlichere Untersuchung hinzugezogen werden.
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