8. September 2009
Besteht der Verdacht auf bestimmte Erkrankungen der Lunge oder der Bronchien, kommt es zur Durchführung einer Bronchoskopie. Diese kann auch für Behandlungen angewendet werden.
Bevor eine Bronchoskopie durchgeführt wird, kommt es erst zu vorbereitenden Untersuchungen. So werden Röntgenbilder des Brustraums angefertigt, die Blutgerinnungswerte bestimmt sowie Lungenfunktionstest durchgeführt, denn für Patienten, die an Herzrhythmusstörungen, Blutgerinnungsstörungen oder einem akuten Herzinfarkt leiden, ist eine Bronchoskopie nicht immer ratsam.
Wenn es zur Durchführung der Bronchoskopie kommt, sollte der Patient nüchtern sein, denn durch das Einführen des Bronchoskops, das über den Rachen erfolgt, kann es zu Brechreiz kommen. Zur Beruhigung erhält der Betroffene ein Schlafmittel. Die Prozedur kann sowohl unter örtlicher Betäubung als auch unter Vollnarkose durchgeführt werden. Das hängt auch von der Art der Bronchoskopie ab. Bei einer flexiblen Lungenspiegelung mit einem biegsamen Schlauch genügt in der Regel eine lokale Betäubung. Wird hingegen eine starre Bronchoskopie mit einem stiftähnlichen Metallrohr durchgeführt, erfolgt eine Vollnarkose. Eine starre Bronchoskopie bietet dem behandelnden Arzt mehr Spielraum bei der Untersuchung oder der Behandlung. Zudem lassen sich auf diese Weise Fremdkörper besser entfernen.
Während der Patient auf dem Rücken liegt, wird ihm das Bronchoskop über den Mund oder durch die Nase in die Luftröhre und von dort aus weiter in die Bronchien eingeschoben. Insgesamt dauert die Prozedur etwa zwanzig Minuten. Danach wird der Patient noch einige Zeit beobachtet. In den ersten zwei Stunden nach der Spiegelung darf der Betroffene nichts essen oder trinken.
Generell ist eine Bronchoskopie gut verträglich. In seltenen Fällen kann es jedoch zu Komplikationen wie Fieber, Blutungen, unwillkürlicher Verengung der Bronchien (Broncho-Spasmus), Kollaps der Lungenflügel (Pneumothorax), Verletzungen des Bronchialsystems, Herz-Kreislauf-Problemen oder zu einem zu niedrigen Sauerstoffgehalt im Blut (Hypoxämie) kommen.
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