16. August 2007
Im Blut können Mediziner den Gesundheitszustand eines Menschen ablesen. Zur Blutuntersuchung eignet sich am besten Blut aus einer Vene, zum Beispiel der Ellenbeugenvene, oder Kapillarblut aus der Fingerkuppe oder dem Ohrläppchen.

Aus dem Kapillarblut lässt sich der Blutzucker - oder bei Sportlern der Laktatwert bestimmen. Das Blutbild zeigt die im menschlichen Körper vorhandenen zellulären Blutbestandteile aus denen Erkrankungen oder Veränderungen abgelesen werden können. Dabei unterscheidet man das kleine und das umfassendere große Blutbild. Als Hämatokrit bezeichnet man die Anzahl der zellulären Bestandteile des Blutes und gewinnt dadurch wichtige Parameter über die Viskosität des Blutes. Jeder erwachsene Mensch hat ein Blutvolumen von etwa sechs Litern, was sechs bis acht Prozent seines Körpergewichts ausmacht. Sauerstoffversorgung der Organe und Gewebe, Abtransport von Kohlendioxid, Energieversorgung, Transport von Hormonen und Vitaminen findet alles über den Weg des Blutes statt.
Das kleine Blutbild gibt Auskunft über den allgemeinen Gesundheitszustand. Im kleinen Blutbild kann er Zahl, Größe und Form der roten und weißen Blutkörperchen, sowie der Blutplättchen ablesen. Die Zahl der roten Blutkörperchen ist ein Richtwert für die Sauerstoffversorgung. Zu wenige Erythrozyten könnten ein Hinweis auf eine Blutarmut sein - der Mediziner bezeichnet das als "Anämie". Dabei wird der Körper nicht ausreichend mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff versorgt. Ist die Menge der weißen Blutkörperchen erhöht, besteht der Verdacht auf eine Infektion.
Um die Ursache der Infektion genauer zu bestimmen, wird ein "Differentialblutbild" erstellt, das zusammen mit dem kleinen Blutbild das große Blutbild ergibt. Hier werden bakterielle oder virale Infektionen sichtbar. Zusätzlich gehört neben der Bestimmung der Blutzellen und verschiedener Enzyme auch das Untersuchen von Blutzucker, Blutfetten, Cholesterin und Stoffwechselprodukten wie etwa der Harnsäure dazu. Harnsäure, die vor allem bei der Verbrennung von Eiweiß aus tierischen Nahrungsmitteln, wie Fleisch und Wurst, entsteht, könnte den Gelenken gefährlich werden Kristalle bilden und Gicht auslösen. Es gibt tolerable Abweichung vom Normal- bzw. Referenzbereich bedeuten kann. Unter gewissen Einflüssen (Medikamenteneinnahme, Sport, Nüchternheit, Rauchen, Alter) sind die Werte variabel.
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